Test – Odin Sphere: Leifdrasir

Test – Odin Sphere: Leifdrasir

Test – Odin Sphere: Leifdrasir

2
Positiv
99% - 100%

Unser erster Eindruck war

Unsere Bewertung

1Vorschau

Am 24. Juni diesen Jahres haben NISA und Vanillaware ihre Neuauflage eines alten PS2-Klassikers veröffentlicht. Odin Sphere war nach seinem Ersterscheinen bereits ein voller Erfolg und diesen wollen beide nun erneuern. Mit verbesserter Grafik und einigen weiteren Ergänzungen, z.B. neuen Gegnern können wir noch einmal in das ActionRollenspiel rund um die Welt Erion eintauchen.

Ein Haufen nordische Mythologie

Die Geschichte von Odin Sphere spielt, überraschenderweise, auf dem Dachboden eines kleinen Mädchens, die Geschichten über die Hauptprotagonisten liest. Neben der Tatsache, dass Speichern und das erneute Besuchen von Leveln sich deutlich leichter einbinden lassen, ist es eine charmante Art eine Geschichte zu präsentieren.

Um jegliche Spoiler zu vermeiden, werde ich nichts zum Inhalt der Geschichte sagen. Die Geschichte von Odin Sphere sollte mit so wenig Vorkenntnissen wie möglich erlebt werden. Ihr erlebt eine Geschichte aus fünf verschiedenen Perspektiven, die sich erst Schritt für Schritt zu einem Bild zusammensetzt. Die Story beginnt dabei mit der Walküre Gwendolyn, der Tochter von Odin. Der letzte Satz beinhaltet gleich drei wichtige Hinweise welcher Mythologie das Spiel folgt.

Viele Schlachtfelder

Die einzelnen Gebiete die ihr besuchen müsst, bestehen aus normalen Wegebenen, die gelegentlich von Gegnern besucht werden und von runden Schlachtfeldern. Die Sidescrollermechanik endet hier nicht, sondern ihr könnt, wenn notwendig, einmal um die Gegner herumlaufen. Was das bringt wurde mir auch erst klar, nachdem mich eine Lavasäule grillen wollte. Es ist gut vor riesigen Schneebällen, Giftwolken oder Lavasäulen fliehen zu können. Praktisch, taktisch, klug.

Per se habt ihr zwei Angriffstasten: Viereck für normale Angriffe und Kreis für Fähigkeiten. Die normalen Angriffe können zumindest bei Gwendolyn zu langen Kombos verknüpft werden. Dazu könnt ihr, je nachdem wie ihr eure Spezialangriffe belegt habt, die Kombo noch verlängern. Ihr werdet selten nur einem Gegner gegenüberstehen, denn selbst die Bosse haben meist einige Gehilfen im Gepäck, die euch das Leben zur Hölle machen werden. Auf kurz oder lang müsst ihr wissen, wie lange die Attackanimation der Gegner dauert, um sie am effektivsten zu unterbrechen. Mir gelingt das bisher eher mühsam, was dazu führt, dass ich konstant die 200 Treffer-Marke bei Bossen und Zwischenbossen verpasse und mir die Trophäe nicht sichern kann. Trotzdem ist das Kampfsystem sehr gelungen. Haufenweise Gegner zu Kleinholz oder eher Phosphonen zu zerlegen hat etwas sehr befriedigendes. Insbesondere einige der Bosse sind super angenehm zu besiegen, weil sie als wirklich unfreundliche Typen präsentiert werden. Dort macht es mehr Spaß sie mit einem Blizzard anzugreifen, während Speere auf sie herabregnen und ich noch persönlich Zuschlage. Ich bin gespannt wie unterschiedlich sich die vier anderen Hauptcharaktere anfühlen und natürlich wer mein Lieblingscharakter wird, da aber Eis bereits eines meiner Lieblingselemente ist, wird Gwendolyn weit oben in der Liste sein.

Alchemie und Skills im Übermaß

Odin Sphere hat aber nicht nur ein Kampfsystem, sondern auch drei weitere Mechaniken, die sehr wichtig sind. Angefangen mit der Alchemiemechanik, die es euch erlaubt aus verschiedenen Alraunen und Materialien Tränke herzustellen. Die Tränke haben verschiedene Wirkungen von Heiltränken über Gegengiften bis hin zu verschiedenen schädigenden Effekten z.B. einer Giftwolke. Statt übrige Items wegzuwerfen, könnt ihr sie dann einfach in Tränke umsetzen, um euch bei schweren Kämpfen zu helfen.

Ihr braucht keine Items, weil ihr einfach ausreichend gelevelt sein werdet? Eher weniger. Wie im echten Leben bekommt ihr zwar in Kämpfen Erfahrung, diese ist aber relativ gering und ihr müsstet sehr oft Gebiete wiederholen. Einfacher gibt es EP durch das Essen von Nahrung. Insbesondere gekochte Nahrung bringt euch sehr viele EP. Wer keine Zeit oder nicht die richtigen Materialien parat hat, der kann sich auch als Gärtner betätigen. Überall in der Spielwelt gibt es Samen, die nach dem Wachsen Früchte geben. Auch diese erhöhen eure EP und damit auf kurz oder lang euer Level. Doch damit die Samen alsbald sprießen brauchen sie Photonen. Diese seltenen Energiequellen sind in jedem Lebewesen enthalten und müssen von euch gesammelt werden. Doch eure EP benötigt ihr auch um eure aktiven und passiven Skills aufzuleveln. Dieses Dilemma ist extrem wichtig für das Spielgefühl, denn wer sich mächtig fühlen will muss einiges an Zeit investieren. Alles aufzuleveln ist eine extrem langwierige Aufgabe. Das bringt dem Spiel eine weitere Tiefe und jedes Level Up, jedes neue Talent, jede aufgelevelte Fähigkeit macht euch das Leben ein bisschen einfacher, bis ihr ein neues Gebiet erreicht und doch wieder vorsichtig vorgehen müsst.

Die Schönheit der Welt

Odin Sphere hat mich nicht vom Gameplay überzeugt. Auch die mediale Präsentation ist genial. Jedes Level verfolgt ein bestimmtes Thema und obwohl einige der Karten deshalb dieselben Hintergründe haben, ist das nicht schlimm. Vom sternenüberzoegenen Schloss, über einen tiefen Wald bis hin zum eisigen Berg ist jedes Gebiet genial. Das Level an Detail für die Hintergründe ist beeindruckend und das flüssige Gameplay noch beeindruckender. Die Musik von Odin Sphere kombiniert alte und neue Titel zu einer schönen Einheit. Die Musik erschafft ein Setting aus dem nordischen und Fantasie-Bereich.

Ein witziger Zusatz, der mit gerade beim Schreiben auffällt. Die Charaktere in Odin Sphere haben eine Animation, wenn sie längere Zeit nicht bewegt werden. Das ist interessant, weil dies ein eher altes Phänomen von z.B. Mario ist.

Zwischenfazit: Viel bleibt mir am Ende von Gwendolyns Geschichte nicht zu sagen. Das wichtigste ist wohl, dass ich Odin Sphere niemals auf der PS2 gespielt habe, also das Original gar nicht kenne. Trotzdem hat mich das Spiel von Anfang an überzeugt. Angefangen von der tollen Art die Geschichte zu präsentieren, inklusive dem perfekten Rhythmus in der selbige weiterentwickelt wird. Dazu gehören auch die Charaktere mit ihren Gedanken und Verhalten, wobei nie zu stark auf eine andere Geschichte eingegangen wird. Spielt ihr Gwendolyns Geschichte erfahrt ihr auch nur ihre Gedanken und Gefühle. Auch das Gameplay von Leifthrasir zeigt wie Action RPGs funktionieren. Die Angriffe und Fähigkeiten sind interessant gestaltet und reines Buttonmashing wird euch nicht zum Sieg führen. Für S-Bewertungen müsst ihr Schaden vermeiden und die Verteidigung von Gegner umgehen. Zum Glück gibt es auch einen ganzen Haufen Fähigkeiten, die es euch erlauben das Kämpfen bis zu einem gewissen Grad anzupassen. Meinen sehr positiven Eindruck abschließend zementiert hat das Alchemie- und Nahrungsystem. Dieses zwingt euch über den Einsatz eurer Phosphonen und Gegenstände nachzudenken. Ich hoffe, dass der Rest des Spiels mir ebenfalls so gefällt und gerade das Kampfsystem so gut bleibt wie es bisher war. Wir sehen uns in Walhalla!

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