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Test – Gravity Rush

Test – Gravity Rush

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24.06.2012Test

[Alex] Schon auf der Pressetour im Januar 2012 war klar: Gravity Rush ist neuartig und zugleich faszinierend. Die Demo gefiel auf Anhieb, war aber leider zu kurz. Durch die Verschiebung auf Juni 2012 erhofften wir uns aber noch einige Überarbeitungen, wie deutsche Sprache und angepasste Grafiken. Was dabei herumkommen sollte, könnt ihr nun lesen.

Das Spielprinzip baut auf Schwerkraft auf, besser gesagt auf die Aufhebung dessen. Denn anstatt durch die riesige Welt zu laufen, rennen und fahren, nutzt ihr eure Fähigkeiten und gleitet durch die Lüfte. Eure Katze „Rusty“ sorgt dafür, dass ihr per rechter Schultertaste die Schwerkraft aufheben könnt. Dann fliegt ihr in die Richtung, welche ihr im Fadenkreuz habt. Ist eine Wand oder Oberfläche im Weg, ist das der neue Punkt, auf dem sich die Schwerkraft auswirkt, sprich ihr könnt dann an dieser Fläche entlang laufen. Wollt ihr wieder auf dem Boden der Tatsachen landen, egal aus welcher Höhe, drückt ihr die linke Schultertaste.

Das Gebiet Heksevill ist eine riesige Stadt, die schon bei Beginn riesig wirkt, aber nur ein Bruchteil dessen bietet, was die Spielwelt für euch bereit hält. Und während man auf der Suche nach Möbel für sein neues Zuhause im Gulli sucht, bekommt man mit, wie Stadtteile abgedriftet sind. Natürlich liegt es an „Kat“ diese aus ihrer Dimension zu lösen und die Anwohner zu retten.

Dabei bekommt man vom Schöpfer dieser Welt Unterstützung und durch sammeln von Kristallen kann man nach und nach die unzähligen Fähigkeiten von Kat updaten. Dass die rosanen Juwelen auch unterhalb von Objekten zu finden sind, heißt dass man die Grativationsfähigkeiten zur Genüge einsetzen muss.

In Hekseville, dem Vergnügungsviertel oder etwa dem Industrigebiet gibt es allerdings mehr zu tun, als nur der Story zu folgen. So finden sich Abkürzungen zu „Kats“ Versteck und Herausforderungen. Diese mit Zeitvorgaben versehenen Geschicklichkeitsspielchen sorgen dann für neue Juwelen und beleben zugleich die Stadt ein wenig mehr. Zusätzlich zum Gravitationsgleiten kann Kat auch auf dem Boden rutschen, wenn man beide Daumen auf den Bildschirmrand hält. Gelenkt wird dann per PS Vita Schwenk. Aber auch Gegenstände kann Kat aufheben, herumtragen und werfen.

Denn Kat und die Bewohner von Hekseville werden von den Nevi belästigt. Schwarze Wesen mit roten Kristallen als Augen. Feuerbälle werfend, bevölkern sie die Stadt und wollen vernichtet werden. Dazu hat Kat nicht nur die Möglichkeit mit Kicks um sich zu treten, auch Spezielangriffe aus der Luft sind möglich. Auch diese Fähigkeiten werden im Spielverlauf stärker.

Da man jedoch schon zu Beginn des Spiels fast alle Fähigkeiten besitzt, haben die Entwickler natürlich damit zu kämpfen wie man mit einer Superkämpferin noch unterhaltende Quests zu bestreiten hat. Und so kommt es, dass Kat nicht über ein unendliches Maß an Kraft besitzt, sondern nur Zeitweise die Schwerkraft manipulieren kann. Auch die Spezialattacken können nur ausgeführt werden, wenn sich die Zeitanzeige füllt. Es dauert jedoch nur wenige Sekunden, bis man erneut durch die Gegend schwebt. Und sollte es mal passieren, dass man sich zu weit außerhalb der Reichweite befindet, setzt einem das Spiel zu einem fairen Checkpoint zurück.

Aber auch in künftigen Missionen muss man mit Behinderungen rechnen. Dann ist vollste Konzentration gefragt. Denn nicht immer ist es leicht, die Übersicht zu erhalten. Mal fällt man zusehends oft in Abgründe und hat keinen Blick mehr dafür wo oben und unten ist. Dabei kann die konfuse Kamera leider nur selten helfen und verschlechtert die Sicht nur unnötig.

Was man für die PS Vita an Grafikpracht erwartet hat, kann man dem Titel eingestehen. Es ist durchaus in der Lage mit einer schon fast nahtlosen Weitsicht zu glänzen, die mit Farbfiltern und Spielereien für staunende Blicke sorgt. Leider sind aber auch einige unschöne Gegenden und Texturen dabei, die man sicherlich hätte ausbessern können. Zu viele Japanische Texte und Bilder sorgen ebenso wie die mangelnde Sprachausgabe für Verwirrung und dem „Das hätte man doch anpassen können“-Gefühl. So spricht Kat nicht viel, aber japanisch hätte es ja nicht unbedingt sein müssen, nach DER langen Wartezeit.

Dass man bei der Jagd durch Hekseville und den Dimensionen schon mal das Zeigefühl verliert, sorgt auch die stimmungsvolle Musikuntermalung, welcher aber nicht immer das gewohnt hohe Niveau halten, aber dennoch überzeugen kann.

Mein Fazit:
Gravity Rush hat meine Erwartungen erfüllt. Die Demo zeigt das Spielprinzip leider nur auszugsweise und ist zu kurz, das Spiel hingegen kann voll überzeugen, auch wenn die Kamera keine wirkliche Freude bereitet. Allerdings zieht Hekseville den Spieler in seinen Bann, lädt zum auskundschaften ein, dank Juwelenjadg und Herausforderungen, das finden des alten Ehepaares hat man einiges zu erledigen. Allerdings bietet das Spiel nicht wirklich viele Aufgaben und wird stellenweise zäh und es mangelt an Abwechslung. Dafür punktet das Spiel sowohl technisch als auch akustisch und verwöhnt den wartenden PS Vita Zocker mit tollen Spielelementen, Navigationsmöglichkeit und comichafter Erzählweise, dazu die dicken Bosse und alleine das Gleiten dafür dass einem für gute 10 Spielstunden keinesfalls langweilig wird.

Lars Leidenschaftlicher Gamer, Ehemann und IT-Berater. Liebt seine PS Vita, seinen Hund und Wordpress. Seit 2011 Redakteur und seit 2013 Administrator und Webmaster von yourPSVita.

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