Test – Criminal Girls 2: Party Favors

Test – Criminal Girls 2: Party Favors

Test – Criminal Girls 2: Party Favors

6
Positiv
77% - 80%

Unser erster Eindruck war

Unsere Bewertung

Vorschau

Es ist Zeit für Fanservice, denn NISA bringt mit Criminal Girls 2: Party Favors den zweiten Teil der motivierenden Reformationsbemühungen auf unsere PS Vitas. Das Rollenspiel ist am 23. September in Europa erschienen und lässt euch einmal mehr die höllische Bürokratie erleben. Ob das Spiel zum Sterben gut ist, erfahrt ihr in unserer Vorschau.

Zeit zur Reformation!

In Criminal Girls 2 findet ihr euch in einer vergleichbaren Situation zu Teil 1 wieder: Ihr seid neuer Verantwortlicher für ein Reformationsprogramm und müsst sieben „Delinquents“ reformieren, damit sie nicht zur Hölle fahren müssen. Ein kleiner Spoiler: Es klappt nicht so wie gewünscht und ein Haufen Schwerverbrecher und Dämonen zerlegen das Reformationsprogramm und ihr landet in der Hölle und müsst einen Weg hinausfinden. Die Geschichte des Spiels mag auf den ersten Blick nicht so besonders wirken, ist aber doch bisher recht gut gelungen und kann sogar etwas Spannung aufbauen. Außerdem ist es eines der wenigen Spiele, in denen ein Charakter mit Amnesie nicht absolut merkwürdig wirkt!

Zu den Charakteren werde ich mich erst im Test äußern, weil ich mehr von ihrer Persönlichkeit erfahren möchte, als nur die ersten Eindrücke unter dem Zwang des Reformationssystems und ohne großes Vertrauen in meine Wenigkeit.

Super Level

Normalerweise verlaufen meine Tests immer nach demselben Muster, aber heute mache ich einmal eine Ausnahme, weil mir die grafische Darstellung des Spiels recht früh positiv aufgefallen ist. Ob die späteren Gebiete und Gegner auch noch so gut sind, wird sich wohl erst noch zeigen, aber was ich bisher sehe, ist vielversprechend. Am Anfang wirkt es noch eintöniger, weil ihr euch durch einen Turm schlagen müsst. Später verlasst ihr die sterile Umgebung, die für das Reformationsprogramm gedacht ist, und erkundet sehr andersartige Gebiete. Auch musikalisch ist Criminal Girls 2 ein super Titel, die Musikstücke passen gut zu den verschiedenen Gebieten und der schwierigen Gesamtsituation. Bisher sind die Titel auch abwechslungsreich genug, um mich beim Spielen mit Ton zu halten.

Einfaches Kampfsystem

Das Kampfsystem von Criminal Girls 2 ist identisch zum ersten Teil, was das Einfinden deutlich einfacher macht. Da ich noch relativ früh im Spiel bin, fehlen natürlich noch viele Aktionen und das Kommandosystem ist noch einfach. Wie immer nehmt ihr eine passive Rolle ein und bekommt nur vier Optionen, aus denen ihr wählen könnt. Jede der Kämpferinnen macht dabei einen der Vorschläge. Eure Wahl bestimmt dann den Zug, der anfänglich nur aus einem Angriff besteht, aber durch Kombinationsfähigkeiten und mehreren Angriffen, die ihr nach ausreichend Motivation bekommt, verlängert werden kann. Dank der parallelen Züge habt ihr genügend Zeit zum Überlegen, müsst aber auch den Schaden der Gegner genau miterwägen. Dank der sieben Partymitglieder könnt ihr auch, sobald alle einsatzbereit sind, pro Runde eine Kämpferin auswechseln oder die Damen anfeuern. Letzteres wirkt je nach Art des Zurufs und der Einstellung der Charaktere (S oder M) anders und kann ihre Angriffe stärken bzw. schwächen.

Auch hier muss ich eine finale Bewertung auf den Test schieben, denn die passiven, offensiven und defensiven Fähigkeiten meiner Charaktere sind mir noch nicht völlig bekannt. Aber was sich bisher andeutet ist recht gut gestaltet, denn die Charaktere haben unterschiedlich ausprägbare Fokuspunkte, die sich vermutlich im Laufe des Spiels bestätigen.

Motivation zum Motivieren

Das Motivationssystem ist auch ziemlich identisch zum Vorgänger. Das bedeutet in mehr oder weniger anzüglichen Positionen werdet ihr die Damen mit verschiedenen Werkzeugen „motivieren“. Das Motivationssystem ist noch nicht so weit ausgebaut, da ich gerade erst einen Boss besiegt habe und daher noch wenig Werkzeuge habe. Trotzdem kann ich jetzt schon sagen, dass das Problem aus Teil 1 weiter erhalten bleibt: Die Motivationseinheiten müssen für alle Charaktere, hier sieben, wiederholt werden. Das wird, wenn es nicht gerade durch den Mangel an CM – Zahlungs- und Hilfsmittel für die Motivation – unterbrochen wird, recht repetitiv. Ob sich das Ändern wird halte ich für fraglich, aber es gibt wohl weitere Motivationsarten, wie im ersten Teil.

Zwischenfazit: Criminal Girls 2 ist ein interessantes Spiel und passt sich wunderbar dem Vorgänger an. Wobei die audiovisuelle Darstellung besser gelungen ist, als noch im Vorgänger. Neben der absoluten schönen Darstellung des Spiels, insbesondere der Level und der Gegner, zeigt das Spiel, dass man nichts an einem guten Kampfsystem ändern muss. Eure passive Rolle ist recht interessant, auch wenn ich gerade erst angefangen habe, das Coaching-System richtig zu verstehen. Das zweiteilige Level Up-System ist recht gut gelungen, aber absolut repetitiv und monoton. Ja es ändern sich die Methoden und teilweise die Darstellung, aber das System ist nicht auf Dauer inspirierend. Vielleicht ändert sich das ja noch mit weiteren Methoden. Bis ich mich durch die Haufen an Gegner und schweren Bossen gearbeitet habe, lasse ich euch mit meinem positiven Zwischenfazit zurück.

Test

Nach guten 54 Stunden – dank etwas optimierter Taktik ist mir etwas Grinding erspart geblieben – habe ich endlich den finalen Boss des Spiels besiegt und das Reformationsprogramm abgeschlossen. Es wird Zeit das Kapitel zu beenden und die letzten offenen Fragen zu beantworten.

Reformierte

Wie in der Vorschau angedeutet, will ich noch einen kurzen Blick auf die Charaktere werfen. Im ersten Teil waren sie mir etwas zu flach und hatten nur wenige gute Charaktermomente. Dieses Problem hat NISA in Party Favours angegangen. Eure neuen eher wenig reformwilligen Damen wirken am Anfang genauso flach, zeigen aber gerade in den kurzen Pausen, die die Gruppe einlegt, deutlich mehr Charakter. Auch wenn es relativ lange dauert, bis ihr eine genaue Vorstellung für den Grund der Teilnahme am Programm habt, bekommt ihr immer wieder kleine Fetzen des echten Charakters im Kontrast zur äußeren Maske zu sehen. Das lässt die gesamte Geschichte und alle Charaktere in einem besseren Licht erscheinen und sie wirken nicht so flach.

Und wer motiviert mich?

Auch nach der gesamten Spielzeit kann ich meine Äußerungen zur Motivationstechnik nicht ändern. Während die Methoden definitiv kreativ gestaltet sind, um möglichst viele Verbindungen zum ersten Teil zu vermeiden, so ist es doch auf Dauer recht lästig die Minispiele zu wiederholen. Denn jeder Charakter muss mit jeder Methode Stufe vier erreichen und je nach eurem Geschick beim Minispiel kann das zwei bis drei Runden pro Stufe dauern.

Die Minispiele sind variabel und an und für sich ganz nett, wenn sie nicht in einer solchen Masse auftreten würden. Es ist zwar eine geschickte Art, noch mehr Fanservice ins Spiel zu packen, aber so viel mehr Fanservice brauche ich persönlich auch nicht.

Tolle Gegner

Die Darstellung der Gegner bleibt genauso klasse, wie ich sie bereits aus der Vorschau kannte. Gerade die Bossgegner sind interessant gestaltet und echte Herausforderungen. Merkwürdigerweise waren der dritte und der vierte Boss etwas komisch. Der dritte Boss war super einfach, während der vierte Boss super stark war. Mir ist nicht ganz klar, woher dieser Sprung im Schwierigkeitsgrad kommt.  Vielleicht liegt es an der Masse an elementaren Fähigkeiten kurz vor dem dritten Boss. Mit dieser kleinen Ausnahme hat das Spiel aber trotzdem ein gutes Balancing im Schwierigkeitsgrad geschafft. Ohne Grinding werdet ihr aber sicherlich nicht an einem Boss vorbeikommen, oder ihr habt ernsthaft so viel Pech bei den Zufallsbegegnungen.

Was ist anders?

Wer sich nun gefragt hat, was zwischen CG2 und 1 anders ist, der soll jetzt seine Antwort bekommen. Es ist wenig unterschiedlich, am auffälligsten sind wohl die neuen Charaktere. Diese sind deutlich besser gestaltet als die Vorgängerinnen und wirken weniger wie reine Delinquents, sondern menschenähnlicher. Wenn wir gleich bei den Charakteren bleiben, dann sind die Motivationen auch komplett neu aufgezogen und haben glücklicherweise den schwachsinnigen Rauch aus Teil 1 entfernt. Abschließend gibt es noch einige neue Gegner, die besser sind als die Feinde aus Teil 1, das betrifft insbesondere die Bosse.

Fazit

Criminal Girls 2 tut sich einen gewaltigen Gefallen nicht und verbleibt bei übertrieben viel Fanservice. Mal abgesehen davon, dass das die USK auf den Plan gerufen hat, hilft es auch nicht gerade über den größten Kritikpunkt aus der Vorschau hinweg. Leider musste ich auch am Ende meines Abenteuers feststellen, dass das Motivationssystem genauso monoton ist, wie noch im ersten Teil. Auch trotz der neuen Methoden macht es mir einfach zu wenig Spaß die ganzen Aufgaben acht bis zehn Mal pro Charakter zu machen, um alle vier Level abzuschließen. Das ist insbesondere dann Schade, wenn ich die Verbesserungen in den anderen Bereichen sehe. Dabei sind die Charaktere und die Gegner hervorzuheben. Letztere hatte ich bereits wegen ihrer Kreativität in der Vorschau gelobt, auch wenn der Punkt durch zwei seltsame Wechsel im Schwierigkeitsgrad relativiert wird.

Sollte euch der erste Teil Spaß gemacht haben, ist CG2 auf alle Fälle absolute Pflicht. Aber auch Rollenspielfans, die kein Problem mit etwas monotoner Spielmechanik haben, werden hier ihren Spaß haben.

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6 Kommentare auf "Test – Criminal Girls 2: Party Favors"

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Davis
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Ich spiele gerade Criminal Girls Teil 1 und muss sagen ich bin positiv überrascht. Dafür das der Titel doch einiges an Kritik einstecken durfte, und ja die Sexualisierung im Spiel, hat der Titel überhaupt nicht nötig, ich finde aber das Kampfsystem wirklich Klasse! Die ganze Zeit denke ich beim zocken, dass sich da einer wunderbar mit dem RPG Maker ausgekannt haben muss, zumindest kommt es mir so vor, dass der Titel damit entstanden sein könnte…

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