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Was wir erwarten dürfen #2

Was wir erwarten dürfen #2

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Die PSP kam im Dezember 2004 in Japan auf den Markt, sieben Jahre später hat sich enorm viel getan. Wir blicken zurück und fragen uns natürlich, was wir in Zukunft alles erwarten dürfen.

Modellvielfalt

Hat man Nintendo mit seinem DS für zu viele Modelle kritisiert, war dies bei der PSP keinen Deut besser. Sony hat schließlich sieben verschiedene Modelle im Laufe der Jahre an den Mann gebracht. Nach dem Erfolg der PSOne hat man dieses Konzept erfolgreich bei der PlayStation 2 und PS3 Slim weitergeführt, da bleibt auch der Handheld nicht aus:

Nintendo:

  • NDS
  • NDS Lite
  • DSi
  • NDS XL

Sony:

  • PSP (Reihe 1000)
  • PSP Slim & Lite (Reihe 2000)
  • PSP Slim & Lite (Reihe 3000)
  • PSP Slim & Lite (Reihe 4000; Das Monster Hunter Modell)
  • PSP go (Slider ohne UMD-Laufwerk)
  • Xperia Play (Handy von Sony Ericsson)
  • PSP E-1000 (Das 99-Euro Modell)

Werden wir bei der PS Vita auch mit solch einer Vielfalt beglückt? Hoffentlich nicht. Sony sollte sich auf wenige, aber sinnvolle Verbesserungen konzentrieren, die Preisvorteile an die Kunden ebenso weiterleiten.

Firmware-Chaos

Im Kampf gegen Homebrews, Hackern und Custom Firmwares hat Sony bei der PSP eine Wahre Flut an Firmware Updates losgeschlagen. Mittlerweile 53 PSP-Updates kamen heraus, viele davon um Sicherheitslücken zu schließen, viele andere wiederum weil Spiele Probleme beim abspielen hatten.

Schon bei der PS Vita zeichnet sich nach knapp einem Monat ab: Es geht so weiter. Neben Firmware 1.000 gibt es auch 1.03 und 1.05 sowie 1.50 und 1.51 und selbst die aktuellste Version bereitet einigen Nutzern Probleme. SIM-Karten werden nicht mehr erkannt, die Live Area flackert im Hintergrund und Spiele sorgen  hin und wieder mit Absturzproblemen.

Streichungen

Kein Modell ohne Hardware-Streichungen. Die PSX oder auch PSOne hat ihre Videoausgänge und den Extensionport verloren, die PS2 schließlich ihre Festplattenkompatibilität und bei der PS3 hat Sony ordentlich gestrichen: Keine Memory Card-Reader mehr, 2 USB-Buchsen weniger, PS2-Emulation entfernt…

Auch die PSP hat mit Streichungen zu kämpfen. Ihr wurde der nie genutzte IrDA-Port entfernt, der automatische UMD-Auswurf gegen eine simple Klappe getauscht. Handschlaufen gehörten auch nicht mehr zum Lieferumfang des Geräts.

Welchen Streichungen wird die PS Vita zum Opfer fallen?

Stabile Preise

Über die Jahre haben sich die Spieler geärgert. Sony ist zu teuer. Die Hardware wurde dennoch sehr gut verkauft.

PSX: ~300 Euro (600 Mark)
PS2: ~435 Euro (870 Mark)
PS3:  499/599 Euro

PSP: 250 Euro
PSP go: 250 Euro
PSP E-1000: 99 Euro
PS Vita: 250/300 Euro

Auch bei der PS Vita dürfen wir uns darauf einstellen, dass die Preise nicht so schnell fallen werden. Allerdings gab es gerade bei der PSP und der PS3 zahlreiche Bundles und dies könnte den Einen oder Anderen trotzdem zu einem Kauf verleiten.

Farben und Muster

Wenn die PSP eines hatte, dann bekannte sie Farbe. Es gibt kaum einen anderen Handheld, der in solch einer Farbpracht glänzte. Schwarz, Weiss, Grün, Rot, Geld, Blau, Silber, Tarnfarben, Pink, Violett, und viele weitere Tonabstufungen und Spezielle Bundles.

Doch nicht nur spezielle Farben gibt es für die PSP, auch Limited Editions mit bedruckten Mustern und Figuren, Logos und Tribals gibt es. God of War mit Kratos in Dunkelrot, die Simpons-PSP in Gelb/Weiss, die Spiderman-PSP, Editionen von Star Ocean, Star Wars oder etwa Daxter. Die Vielfalt ist sehr groß und kaum mehr überschaubar.

Bisher wurde die PS Vita nur in Schwarz ausgeliefert, aber Weiss wurde auch schon angekündigt. Es dürften noch weitaus mehr Farben folgen.

Platinum-Titel

Sie werden kommen. Die Frage ist nur wann. Bei der PSP hat sich Sony recht lange Zeit gelassen und mit 30 Euro waren die Spiele dann auch nicht wirklich günstig. Dafür hat Sony, auch wieder recht spät, Spiele unter der Essantials-Reihe für 9,99 Euro verkauft.

Mobile Spielauswahl

Sicher gibt es zahlreiche Spiele für die PSP. Sehr gute Spiele. Aber sie haben zumeist an mehreren Dingen gekränkelt.

1) Gameplay
Bestes Beispiel sind hier die Metal Gear Acid! Spiele zu nennen. Wer hier ein richtiges Metal Gear erwartet hatte wurde maßlos enttäuscht. Teil 2 machte es da auch nicht besser. Und schließlich Metal Gear Portable Ops in welchem man auf unansehnlichen Minikarten kleine Aufträge erledigen musste.

2) Zu geringem Umfang
Ein God of War mit 4 Stunden, ein loco Roco mit nicht unbedingt mehr, da stellt man sich die Frage nach dem Kosten/Nutzenfaktor. Wenn man 50 Euro für die Konsole ausgibt bekam man meist die dreifache Spielzeit für sein Geld.

3) Entfernung zur Konsolenversion
Auf der PS3 war Killzone DER Shooterkönig. Auf der PSP hingegen ein Strategiespiel mit Draufsicht. Spielprinzipien wurden nur zu gerne beschnitten. Warum der große Unterschied zwischen Handheld und Konsole? Musste das sein?

4) Systemseller
Dass Gran Turismo erst 2009 erschien, war ein blanker Hohn, zumal es keinen Karrieremodus gab. Für die PS Vita darf Sony nicht zu lange warten, muss exklusive Toptitel raushauen bevor es zu spät ist.

Bei der PS Vita kommt Hoffnung auf. Uncharted und bisherige Videos zeigen: Ein Handheld muss nicht schlechter als eine Konsole sein. Man muss Spiele nicht beschneiden. Man kann Bestseller schon zum Launch anbieten.

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