Test – Xenoraid

Test – Xenoraid

Test – Xenoraid

2
Positiv
75% - 80%

Unser erster Eindruck war

Unsere Bewertung

Vorschau

Mit Xenoraid versprach Entwickler 10Tons Ltd. ein Shoot’Em Up, das auf Bullet Hell Elemente verzichtet und stattdessen etwas experimenteller an den Weltraum Shooter herangehen möchte. Welche interessanten Ideen dabei entstanden sind und ob sich die 9,99€ für den Titel lohnen, erfährt ihr direkt in der Vorschau.

Wir schreiben das Jahr 2032…

Die Geschichte von Xenoraid findet im Jahr 2032 statt, als eine Flotte außerirdischer Kampfflugzeuge das Solar System attackieren und die Menschheit gezwungen ist, sich mit Kampfflugzeugen auszurüsten und einen Gegenangriff zu wagen. Die Geschichte ist weder originell noch innovativ, aber lieferte mir einen Grund, um meine Raumschiffe gut auszurüsten und gegen den vermeintlichen Fein vorzugehen. Da der Fokus eines Shoot’Em Ups generell eher auf den Gameplay Elementen liegt und nicht am faszinierendem Storytelling, erwarte ich mir auch keine atemberaubende Geschichte und steuere den nächsten Planeten…ähem Absatz an.

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Plasma-Kanone laden und Feuer!

Wie bereits erwähnt verzichtete der Entwickler bei Xenoraid auf riesigen Kugelhagel im Weltraum und lege den Fokus auf andere Elemente, wie zum Beispiel dem Überhitzungssystem. Wer wahllos um sich schießt wird relativ schnell feststellen, dass eine Warnung erscheint und das Schießen kurz darauf eingestellt wird. Damit ist man gezwungen darauf zu achten, ankommende Gegner zielgenauer zu treffen und nicht darauf zu hoffen, dass ein gegnerisches Raumschiff irgendwann im eigenen Kugelhagel untergeht. Aber nicht nur man selbst scheint an dieses Überhitzungssystem gebunden zu sein, sondern auch Gegner weisen ein bestimmtes Verhaltensmuster auf und feuern nicht ständig wahllos durch den Weltraum.

Wer glaubt, dass dieses Überhitzungssystem ein unglaublich einschränkendes Element ist, täuscht sich vielleicht etwas. Jede Mission lässt sich mit bis zu vier Raumschiffen bestreiten, welche sich während der Weltraumschlacht, entweder über den Touchscreen auf der rechten Seite des Bildschirms oder über die vier Symbol-Button, austauschen lassen. Überhitzt eines der Raumschiffe könnte man somit geschickt zu einem anderen wechseln und dieses „störende“ Element umgehen, während das überhitzte Raumschiff abkühlen kann. Ich bin auf alle Fälle gespannt, welche Elemente noch hinzukommen und, ob man diese auch so leicht umgehen könnte.

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Eigene Raumschiffe sind mit einem unendlichen Vorrat an Feuerwerk ausgerüstet – damit meine ich grundlegende Feuerkraft. Außerdem besitzt jedes zu Beginn einer Mission 5 „Spezial-Angriffe“, entweder sind es Raketen mit erhöhter Durchschlagskraft, oder Behälter mit hochexplosiven Stoffen in späteren Raumschiff-Variationen. Für den Test bin ich gespannt welche Raumschiffe ich in weiteren Missionen erhalte und ob es andere „Spezial-Angriffe“ geben wird. Außerdem lässt sich jedes Raumschiff einmal in insgesamt drei unterschiedlichen Bereichen verbessern. Nebenbei gibt es noch ein eigenes Tech-Lab, durch das man sich kleine Extras herausholen kann, wie zum Beispiel den mechanischen Greifarm, der Raumschiffe nach einer Mission minimal repariert. Darauf werde ich im Test aber noch ausführlicher eingehen, da noch nicht alles freigeschaltet ist.

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Diese Sterne, sie funkeln.

Grafisch hat Xenoraid meiner Meinung nach einiges zu bieten. Die Hintergründe dieser Weltraumschlachten sind optisch sehr ansprechend und die Farbgebung vermittelt mir das Gefühl wirklich mit einem Raumschiff im Weltall zu sein. Einige Schlachten werden sogar in einem Meteoritenregen ausgetragen, welche sich mit Gegnern, die an gewaltigen Felsbrocken zerschellen, unglaublich gut anfühlen. Nicht, weil gegnerische Raumschiffe anstatt meinen eigenen an Meteoriten zerschellen, aber ja, das eigentlich auch. Was die Farbgebung und die Hintergründe betrifft, hoffe ich, dass diese nicht repetitiv werden und sich in weiteren Missionen abwechseln, oder sogar völlig unterscheiden.

Zwischenfazit: Xenoraid überzeugt in den ersten Spielstunden mit der interessanten Herangehensweise der Entwickler, den optisch ansprechenden Hintergründen und dem authentischen Gefühl einer riesigen Weltraumschlacht. Das Überhitzungssystem ist ein gut gewähltes Element, das wahlloses um sich schießen vermeiden soll, aber trotzdem durch das Einwechseln von Raumschiffen gekonnt umgangen werden kann. Ich bin gespannt, ob in den nächsten Missionen ähnliche Elemente hinzukommen und man diese genauso mit ein paar kleinen Tricks umgehen kann. Die Atmosphäre kann mich bereits auf alle Fälle überzeugen, denn eine Weltraummission in einem Meteoritenregen und Gegner, die an riesigen Felsbrocken zerschellen, sind doch recht beeindruckend. Hoffentlich werden diese beeindruckenden Missionen im weiteren Spielverlauf nicht repetitiv, denn das würde dem Spiel doch etwas von seiner Überzeugungskraft nehmen. Mein Ersteindruck ist also vorerst recht positiv.

Test

Nach einigen Stunden habe ich in Xenoraid so ziemlich alles gesehen, was der interessante Weltraum-Shooter zu bieten hat. Faszinierende Umgebungen, haarsträubende Bosskämpfe und ein kleines Arsenal an verschiedensten Möglichkeiten haben mich dann doch das ein oder andere Mal ein paar Schlachten lang an den Bildschirm gefesselt. Ob mir das Spiel nicht nur durch Meteoritenregen Steine in den Weg gelegt hat oder ich an den unterschiedlichen Gegnern verzweifelt bin, lest ihr im vollständigen Test.

Geschichte ist Nebensache

Wie in der Vorschau bereits erwähnt, ist die Geschichte in Xenoraid relativ nebensächlich und lieferte nur einen Grund, um Schiffe aufzurüsten und sich in Weltraumschlachten zu begeben. Daher werde ich in diesem Absatz direkt auf die weiteren Elemente eingehen und die Geschichte außen vorlassen.

Mit dem Voranschreiten der Level wurden auch die Gegner-Typen immer fordernder bzw. zum Teil optisch richtig interessant. Jedes der gegnerischen Raumschiff-Typen hatte unterschiedliche Eigenschaften und Verhaltensmuster, wodurch Xenoraid im Zusammenhang mit dem Einwechseln der eigenen Schiffe nicht nur in Bezug auf das Überhitzungssystem einen strategischen Aspekt entwickelt hat. Dadurch war mir persönlich nie langweilig und die Abwechslung machte richtig Laune. Natürlich erhielt auch ich mit dem weiteren Fortschritt neue Raumschiffe, um mit den Gegnern mithalten zu können. Die insgesamt sieben Raumschiff-Typen verfügen jeweils über unterschiedliche Angriffe und Spezialangriffe, die sich bei keinem der Typen wiederholen und auch hier der dezent strategische Aspekt zu Tragen kommt. Außerdem ist zu erwähnen, dass jedes Schiff in nur drei unterschiedlichen Bereichen verbessert werden können, was mir als Neuling zwar entgegenkommt, aber echten Profis wahrscheinlich zu minimalistisch wäre.

Weitere, tragende Elemente wie das Überhitzungssystem wären mir nicht aufgefallen, daher werden wir direkt den nächsten Absatz ansteuern.

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Tech-Lab, mein kleiner Retter

Direkt zu Beginn einer größeren Missions-Einheit steht ein kleines Budget zur Verfügung, das man nach Belieben ausgeben kann, bevor man in und nach den Missionen selbst, Geld verdient. Ich persönlich habe mich oft dazu entschieden, mir direkt zu Beginn ein paar kleine Vorteile im Tech-Lab herauszuschlagen, um mir das Leben im All etwas leichter zu machen. Insgesamt dreizehn Optimierungen stehen einem in der letzten, großen Missions-Einheit zur Verfügung und bieten neben erhöhtem Schutz der Raumschiffe, über nukleare Detonation bei Zerstörung des Raumschiffes, bis hin zu erhöhter Kapazität der Spezialmunition, also alles was das Herz begehrt – oder zumindest mein Herz. Je nach Spielweise kann hier das Spiel zusätzlich erleichtert werden oder der ein oder andere Vorteil in schweren Schlachten herausgeschlagen werden. Der Vorteil hierbei ist, dass gekaufte Optimierungen für alle Raumschiffe gleichermaßen gelten und auch bei Neukauf oder Verlust eines Raumschiffes bestehen bleiben. Ich persönlich finde das optimal, da das Budget und spätere Bezahlung relativ begrenzt sind und dabei mit dem ein oder anderen Trick, Geld gespart werden kann.

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Haarsträubende Bosskämpfe und grafische Umsetzung

Richtig interessant wird Xenoraid eindeutig bei Bosskämpfen am Ende jeder großen Missions-Einheit, wovon es insgesamt fünf gibt. Riesige gegnerische Raumschiffe, die Angriffsmuster bereits angetroffener Gegner oder Bossen in früheren Missionen, übernehmen und mit allem auf einen abzielen – ohne dabei meine taktischen Möglichkeiten über den Haufen zu werfen. Hier muss ich außerdem erwähnen, dass auch diese Bosskämpfe ohne Ruckeln oder kurzweilige Framerate Einbrüche ablaufen und mich nicht nur dahingehend richtig beeindruckt haben.

Wie in der Vorschau bereits erwähnt gefallen mir die Hintergrundgrafiken sehr, aber leider variieren diese in späteren Missionen nicht allzu sehr und wirken dadurch repetitiv. Nichts desto trotz gefällt mir die Farbgebung der einzelnen Planeten und Umgebungen, von daher störte mich das persönlich nicht weiter.

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Kleine Extras

Innerhalb des Storymodus wird der Survival Modus freigeschaltet, von denen ihr euch in insgesamt drei verschiedenen Umgebungen, euren Feinen in Horden entgegenstellen könnt. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Gegner-Typen sich dabei an den Storymissionen orientieren und die unterschiedlichen Umgebungen, drei verschiedene Schwierigkeitsgrade darstellen. Wer sich also nach dem Storymodus noch auf eine High-Score Jagd begeben möchte, kann das ohne Weiteres tun. Ansonsten gibt es für mich persönlich keine weitere Motivation das Spiel erneut im Hard Modus durchzuspielen, der nach Abschluss der Hauptgeschichte freigeschaltet wird.

Fazit

Xenoraid bietet nicht nur einen Weltraumshooter im Meteoritenregen, sondern auch unglaubliche Bosskämpfe. Eine interessante Geschichte a lá Star Wars darf man sich bei diesem Shooter leider nicht erwarten, aber mit den verschiedenen Gegnern und ihren Angriffsmustern, kann man sich doch auf spannende Schlachten freuen. Optisch veränderte sich seit den ersten Spielstunden leider nicht allzu viel. Die Hintergründe sind trotz allem von der Farbgebung gut gewählt, wirken aber nach mehreren Schlachten im gleichen Gebiet doch zu repetitiv. Mitt seinem grundlegenden System, den wenigen Optimierungsmöglichkeiten der Raumschiffe und den Optimierungen im Tech-Lab ist Xenoraid nicht allzu tiefgehend, lässt aber trotz allem noch genug taktische Möglichkeiten offen, um sich den ein oder anderen Vorteil zu verschaffen und Spaß an den Weltraumschlachten zu finden. Es ist recht deutlich, dass die Entwickler den Fokus auf das in der Vorschau erwähnte Überhitzungssystem legen, denn weitere Elemente werden auch im späteren Verlauf nicht hinzugefügt. Das verringert den allgemeinen Spielspaß absolut nicht und daher eignet sich Xenoraid umso mehr für schnelle Runden zwischendurch. Für Shoot’Em Up Profis dürfte vielleicht der Hard Modus nach dem Beenden der Hauptmissionen spannend werden, oder vielleicht die High Score Jagt im Survival Modus Motivation für die ein oder andere Runde mehr bieten.

Abschließend kann ich nur sagen, dass Xenoraid für ein paar Runden zwischendurch hervorragend geeignet ist, aber für stundenlangen Spielspaß vielleicht doch etwas mehr bieten müsste.

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