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Test – Titan Attacks!

Test – Titan Attacks!

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07.05.2014 – Test

Space Invaders war mit seinem einfachen aber dennoch fordernden Spielprinzip nach Pac-Man eines der beliebtesten und erfolgreichsten Computer-Spiele der Steinzeit. Und auch heute noch überzeugt der Klassiker in diversen Überarbeitungen oder Adaptionen (wie z.B. Chicken Invaders) jung und alt. Und so reiht sich auch Puppygames unter den Entwicklern ein, die mit Titan Attacks! Anfang 2012 einen weiteren Ableger dieser Art veröffentlichten. Die eifrigen Jungs und Mädels von Curve Studios ließen es sich zwei Jahre später nicht nehmen, den Retro-Shooter auf die Sony-Plattformen zu portieren, sodass wir seit dem 07. Mai für 8,99 Euro (inklusive Cross Buy) uns in die damalige Zeit zurückversetzen lassen können. Wir haben die Alien Invasion mitgemacht und sagen euch, ob das Spiel die Schlacht überlebt hat.

Die Aliens kommen!

Aliens greifen in Scharen die Erde an! Ihr gehört zu denjenigen, die die Menschheit vor ihnen verteidigen muss. Dazu steigt ihr in ein Panzer und schießt die Horde Aliens ein nach dem anderen ab. Am Gameplay hat sich gegenüber dem Klassiker nichts geändert: Ihr bewegt euch von links nach rechts und umgekehrt und schießt mittels Kreuz eure Kanone ab. Gleichzeitig müsst ihr schauen, dass ihr nicht von den gegnerischen Projektilen getroffen werdet. Ziel eines jeden Levels ist es, sämtliche Kreaturen auszuschalten. Das zunächst einfach klingende Spielprinzip wird mit der Tatsache aufgepäppelt, dass ihr nur eine Kugel gleichzeitig schießen könnt (später natürlich mehr) und ihr schnell mit stärkeren und anders agierenden Aliens in Kontakt tretet – und natürlich mit jeder Menge Geschosse.

Geld regiert die Welt

Für jeden Abschuss erhaltet ihr Geld, welches ihr im hauseigenen Shop einlösen könnt. Dieser erscheint nach jedem Level, sodass ihr euch stets bestens auf die nächste Welle vorbereiten könnt. Zu kaufen gibt es neben mehr Munitionsgeschosse, diverse Extras und Feuerkraft auch Bomben und Schilde. Letztere sind eure Lebenspunkte in dem Spiel; Habt ihr keinen Schild mehr verfügbar und werdet getroffen, folgt das Spielende. Da Geld nicht von der Decke fällt – außer ihr trefft das Bonus-UFO – ist es ein kostbares gut, welches wohlüberlegt eingesetzt werden sollte: Mehr Feuerkraft oder mehr Sicherheit?

Der Schwierigkeitsgrad beschreibt in den 100 Level dabei einen sehr untypischen Verlauf. Es beginnt einsteigerfreundlich, steigt dann schnell an, findet auf Level 20 bereits einen Höhepunkt, flacht dann wieder ab und kommt erst ab Level 80 wieder an die Spitze. Dies liegt zum einen an der schnell wachsenden Vielfalt an Gegnern. Zum anderen daran, dass ihr feindliche Alien einsammeln könnt, die aus ihrem abstürzenden Cockpit abgesprungen sind, die abstürzenden Flugkörper für Punkte und Geld treffen und diverse planetarische Objekte aus dem Himmel ausweichen müsst. Dadurch kann man in der anfänglichen Hektik schnell den Überblick verlieren. Je weiter ihr kommt, desto besser lernt ihr die einzelnen Gegnertypen kennen. Euer hochgetunter Panzer hat natürlich auch keinen unwesentlichen Vorteil.

Kurzes Intermezzo

Aufgeteilt in fünf Abschnitte findet sich nur am Ende jedes einzelnen ein Speicherpunkt. Solltet ihr also in Welle 79 sterben, müsst ihr wieder von 60 anfangen. Dabei nehmt ihr eure Errungenschaften der vorherigen Wellen mit. Solltet ihr also später merken, dass ihr einen extrem schlechten Start hattet, lohnt es sich, den Abschnitt oder gar das ganze Spiel neu anzufangen. Trotz des schwankenden Schwierigkeitsgrades ist das Spiel schon nach drei bis vier Stunden durch und die Trophäensammlung komplettiert. Was dann noch übrig bleibt, ist der ewige Hunger nach dem Highscore.

Die Pixel, sie fallen!

Dem Ursprung aller Retro-Shooter Tribut zollend, hält sich Titan Attacks! in neumodischer Pixelgrafik. Dabei spart es nicht an Farbe und Detailvielfalt, sodass jeder der fünf unterschiedlichen Abschnitte eine eigene, dem Spielort passende grafische Untermalung hat. Trotz des relativ breiten Bildschirms eures Handhelds findet die Action jedoch fokussiert auf einem Quadrat mittig eures Gerätes statt. Dadurch konzentriert sich das Spielgeschehen auf fast die Hälfte des Bildschirms, was der Intensität nur zu Gute kommt. Aus euren Lautsprechern hallen sanfte, elektronische Klänge, die man in keinster Weise erwartet hätte. Dennoch tragen sie positiv zum Spielerlebnis bei. Die Soundeffekte werden hingegen wieder im klassischen Bit-Sound wiedergegeben. Technisch ist es diesmal kein erstklassiger Port, da hier und da Dropdowns auftreten, die jedoch nicht sonderlich ins Gewicht fallen.

Fazit: Titan Attacks! ist kurz aber intensiv. Das Spiel möchte man an einem Stück durchspielen, was dem klassischen Gameplay zu Schulden kommt. Dabei wird es sinnvoll mit den neumodischen Elementen wie den Aufrüstungsmöglichkeiten ergänzt. Trotz der seltenen Frameeinbrüchen ist Curve Studios wieder einmal ein guter Port gelungen, der mit nostalgischer Grafik und Sound einen Hauch des Klassikers auf die PS Vita bringt.

Was letztendlich gegen diesen Titel spricht, ist der sehr hohe Preis von 8,99 Euro. Für eine adaptierte Space Invaders-Version ist das schlichtweg zu teuer. Sollte dieser Titel daher in einer Aktion reduziert sein, kann man als Arcade-Fan uneingeschränkt zuschlagen.

Lars Leidenschaftlicher Gamer, Ehemann und IT-Berater. Liebt seine PS Vita, seinen Hund und Wordpress. Seit 2011 Redakteur und seit 2013 Administrator und Webmaster von yourPSVita.

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