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Test – Superbeat: Xonic

2
Positiv
88% - 93%

Unser erster Eindruck war

Unsere Bewertung

07.12.2015 – Test

Rhythmus-Spiele sind auf der PS Vita so gut wie gar nicht vertreten – und bis auf Hatsune Miku auch gar nicht im Westen erschienen! Wahrscheinlich war das auch der Grund, warum Rising Star Games sich ein Herz gefasst hat und das neueste Werk der DJMAX-Entwickler in den deutschen Playstation-Store gebracht. Die Rede ist von Superbeat:Xonic, das seit dem 13. November erhältlich ist. Wir haben unsere Kopfhörer ausgepackt und sagen euch, ob das Spiel euch zum Tanzen bringt.

Erstmal warten

Beim Download von Superbeat: Xonic heißt es am Anfang erstmal warten, da der Download über 3GB groß ist und deshalb eine Weile dauert. Hat man die Ungeduld dann überwunden und das Spiel gestartet (was leider auch ein wenig dauert), begrüßt euch Superbeat gleich mit einem fetzigen Intro und zeigt damit gleich, was einen erwartet: Musik und Spaß. Im darauffolgenden Startmenü sieht man dann die einzelnen Bereiche des Spiels. Backstage, Optionen, DJ Ranking, Stage und World Tour.

Der erste Blick ging in die Optionen, um den Schwierigkeitsgrad auf ein Level anzupassen, womit ich persönlich nicht überfordert bin. Die Wahl bei Hard, Normal und Einfach war dementsprechend schnell getan. Neben der allgemeinen Lautstärke fand ich zudem auch einen kleinen Equalizer. In drei Stufen kann man den Fokus im Lied mehr auf das Lied oder mehr auf die Klickgeräusche setzen. Den Fokus auf den Beat gesetzt und dann auch gleich losgelegt.

Genre-Auswahl

Im Stage-Modus überrascht gleich die breite Auswahl an Genres das Musikherz. Von (J)Pop, House, Trance, Classic, Rock und RnB hat jeder hier Songs, bei denen er im Rhythmus mitgeht, auch wenn jetzt schon einen leichtes Übergewicht an elektronischen Titeln da ist. Schön ist zudem, dass man auch beim Schwierigkeitsgrad auf eine ausgewogene Mischung für Neulinge und Experten geachtet hat: Einmal über die drei Modi 4Track, 6Tracks und 6Tracks FX, die mit 10, 12 und 14 unterschiedlichen Beatknöpfen daher kommt. Im Stage-Modus bekommt man dann drei Lieder, die man in drei Auswahlfenstern auswählen kann und möglichst erfolgreich abschließen muss.

Touch oder Buttons

Davor gibt es jedoch ein kleines Tutorial, wie ihr die beiden Steuerungsmöglichkeiten des Spiels vorgestellt bekommt. Einmal die intuitive Variante über den Touchscreen, bei dem man die Rhythmik tippt und bei speziellen Pfeil-Blöcken streicht. Und natürlich die klassische Variante über die Tasten. Gestartet habe ich mit der Steuerung via Touchscreen, weil diese sich ohne große Koordinationsschwierigkeiten sehr einfach bedienen lässt. Der große Nachteil hat sich jedoch relativ früh herausgestellt: Die speziellen Pfeil-Blöcke sind deutlich schwieriger zu erwischen. Aus diesem Grund fahre ich hier zweigleisig. Die normalen Tonblöcke mit Touch und die Pfeile nach Möglichkeit mit den Analogsticks. Der Schwierigkeitsgrad äußert sich anfangs nicht unbedingt durch die Schnelligkeit der Noten, die ihr im Übrigen einstellen könnt, sondern vielmehr an den Wechsel der verschiedenen Tasten/Blöcke, die ihr zeitweise gleichzeitig in unterschiedlichen Variationen durchgehen müsst. Aber das war ja schon bei den DJ MAX-Spielen der Fall. Am Ende bekommt man dann sein Ergebnis präsentiert, das mit Highscore und Jud – die Anzahl der perfekten Treffer – in eine Note von F – S++ mündet. Extra Punkte gibt es für die Länge des Fever-Modus, der sich mit den richtigen Tastenschlägen auflädt und mit falschen wieder aufhört, und einem All-Combo-Bonus, wenn ihr das Lied ohne Fehler spielt. Dabei fungiert der Highscore auch gleichzeitig Erfahrungswerte, mit denen ihr euren DJ-Level steigern und weitere Songs freischalten könnt.

Superbeat!

Jedes Lied wird begleitet von einer kleinen Videoanimation, die sich dezent im Hintergrund hält und damit nicht störend wirkt. Würden diese nicht da sein, würde die Atmosphäre der Lieder verloren gehen – der Balanceakt ist hier Nurijoy definitiv gelungen. Dagegen sind die vielen, kleinen Ladezeiten zwischen den Songs und den Menüeinträgen auffällig störend. Insbesondere deshalb, weil man nach den Songs nicht direkt neustarten kann sondern den Umweg über die Songauswahl gehen muss. Technisch präsentiert es sich erwartungsgemäß absolut flüssig – alles andere wäre auch fatal.

Zwischenfazit: Nach den ersten (einfachen) Liedern macht Superbeat: Xonic einfach nur Spaß. Dank der intuitiven Steuerung kommt man sehr schnell hinein; die schon jetzt breite und poplastige Musikpalette bringt den einen oder anderen Ohrwurm. Jetzt muss sich zeigen, wie sich der Schwierigkeitsgrad und der Inhalt des Spiels entwickeln.

Nach etlichen, undefinierten Stunden des Spaßes ist es nun Zeit, Superbeat Xonic für euch genauer zu bewerten. Welche Erfahrungen ich dabei gemacht habe, lest ihr hier.

This escalated quickly

In der Vorschau hatte ich die World Tour ausgelassen. Diesen Modus hatte ich dann kurz danach nachgeholt. Ihr geht dabei auf verschiedene Tourneen, wobei ihr stets drei Aufgaben habt. Einmal in Leicht, in Mittel und in Schwer. Die Anzahl der zu spielenden Lieder richtet sich immer nach dem Schwierigkeit und der Mission, die ihr erfolgreich absolvieren müsst. Beispielsweise haben anfangs die leichteren Missionen auch die einfacheren Liedern, bei denen ihr eine bestimmte Kombozahl erreichen oder eine gewisse Anzahl an Prozentpunkten mit perfekten Schlägen haben müsst. Gleichzeitig können diese einfacheren Lieder auch bei schwer mit der Herausforderung stecken, den Song absolut perfekt zu spielen. Die Missionen variieren stark und sind gut auf den Schwierigkeitsgrad abgestimmt – würde dieser nicht überproportional schnell steigen. Bei wir war nach zwei Touren erstmal Schluss, weil ich mit den Noten, der Melodie und der Geschwindigkeit nicht klar gekommen bin. Für mich hieß es dann erstmal üben, üben, üben und nochmals üben. Nach etlichen Stunden im Stage- und Freestyle-Modus ging es dann wieder einige Tourneen weiter ehe ich in die Regionen vorgestoßen bin, die für absolute Hardcore-Spieler gedacht ist.

Mehr Spuren, mehr Fehler!

Während ihr im Stage-Modus frei zwischen den Anzahl der Spuren wechseln könnt, ist dieser Wandel im World Tour vorgegeben. Der Umstieg auf zwei weitere Tasten ist dabei vertretbar, da der Schwierigkeitsgrad allgemein nicht linear vorgegeben wird, sondern stark abhängig von den Noten-Kombinationen und Muster im Lied. Wer Probleme mit der Koordination seiner Finger hat, der wird hier eine super Übung finden.

Level Up!

Glücklicherweise hat Nurijoy eine Hilfe eingebaut, ohne die man als Laie absolut hilflos wäre. Euer Highscore dienen als Erfahrungspunkte, mit denen ihr im Level aufsteigen könnt. Mit jedem weiteren Level schaltet ihr neue DJ Icons, neue Lieder und Drumsets frei. Ersteres sind im Menü ausrüstbar und bergen verschiedene Boni wie Schilde, mehr Erfahrungspunkte, mehr Leben oder bessere Regenration. Über 100 Stück gilt es in World Tour und eurem DJ Level zu sammeln, wobei diese sich schon nach kurzer nur in den Werten unterscheiden, beispielsweise mehr Erfahrungspunkte, dafür aber weniger Schilde. Auch wenn man kein DJ Icon ausrüsten muss, in Anbetracht des stark steigenden Schwierigkeitsgrades sei dies unbedingt empfohlen und ausprobiert, welcher DJ zu eurem Spielstil am besten passt. Wenn man auf Level 35 dann eines der schwersten Lieder des Spiels bekommt und die Lieder danach nicht wesentlich leichter werden, sagt es viel über Superbeat: Xonic aus: Es ist für absolute Hardcore Spieler konzipiert, die den Rhythmus schon mit ihrem Herzschlag spüren. Das schöne ist jedoch, dass selbst mit fortgeschrittenem Level immer mehr Lieder ans Tageslicht kommen – Über 50 Stück sind im gesamten Spiel verfügbar!

Nicht nur Hardcore

Aber: Einsteiger und Gelegenheitsspieler werden nicht verpönt, sondern erhalten genug Möglichkeiten ebenfalls mit dem Spiel Spaß zu haben und sich an die Herausforderungen schrittweise zu erproben. Einmal durch die intuitive Steuerung über den Touchscreen und einmal durch breite Auswahl an Songs. Die Genrevielfalt bleibt auch im späteren Verlauf abwechslungsreich, zum Teil mit kuriosen Klassikern, Gabba- und Metalcore-Liedern, wobei elektronische Lieder deutlich in der Mehrheit sind.

Von der Steuerung bin ich direkt nach der Vorschau komplett auf Tasten umgestiegen. Der Touchscreen war mir in den schnellen Szenen zu ungenau, die Reaktionszeit meinerseits zu lang und die Pfeil-Noten haben mir den letzten Nerv geraubt. Klar, dass damit auch die Koordination deutlich mehr beansprucht wird, da man nicht mehr visuell sondern mechanisch agieren muss. Aufgrund der Schnelligkeit und Komplexität war es für mich die bessere Wahl – andere Spieler sehen es genau andersherum, sodass ihr euch beim Spielen beide Varianten unbedingt genauer anschauen solltet, ehe ihr euch festlegt.

Fazit: Wer zu Superbeat: Xonic greift, der greift zu einem spaßigen Hit, den es nur für die PS Vita gibt. Auch in der Zeit nach der Vorschau hatte ich – trotz des starken ansteigenden Schwierigkeitsgrades – absoluten Spaß mit diesem Rhythmus-Spiel. Das liegt zum einen an der sehr guten Spielmechanik, die sowohl Einsteigerfreundlich als auch für Profis gedacht ist. Zum anderen aber – und das ist der Hauptaspekt des Spiels – bietet Superbeat: Xonic eine so breite Palette an verschiedenen Genres, dass wirklich jeder passende Lieder finden wird.

Ich kann daher Superbeat: Xonic nur jedem wärmstens empfehlen, der auch nur einen winzigen Drang zu Rhythmus-Spielen hat. Hier kann man nichts falsch machen.

 

Lars Leidenschaftlicher Gamer, Ehemann und IT-Berater. Liebt seine PS Vita, seinen Hund und Wordpress. Seit 2011 Redakteur und seit 2013 Administrator und Webmaster von yourPSVita.

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Das Spiel ist Klasse, keine Frage 🙂 Ich komme von der Fraktion der DJMax-Reihe und habe dementsprechend Erfahrung (alle bisher erschienenen Teile gesuchtet außer Arcade). Meiner Meinung nach sind 90% des Spiels ziemlich easy, wenn man sich erstmal an die neue Oberfläche gewöhnt hat. Ich habe von Anfang an auf Hard gespielt und bin jetzt bei den letzten 3 Clubs. Leider. Da bin ich anderes von der gepatchten DJMax Clazziquai Edition gewohnt (auch Season2 genannt), wo man schon beim ersten Club echt Probleme bekommt. Nunja nicht jeder ist ein Hardcore-Fan der Reihe… Die Präsentation und die Songauswahl sind erstklassig. Nur… Weiterlesen »