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Test – Open Me!

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30.08.2013 – Test

Sesam öffne dich! Mit diesem Spruch werdet ihr in OpenMe! sicherlich keine versteckten Türen öffnen. Denn hier sind Grips und Fingerspitzengefühl gefragt, um die mysteriösen Boxen zu knacken und den Schatz zu bergen. Wir haben uns den AR-Puzzler angeschaut und sagen euch, ob sich ein Ausflug in die erweiterte Realität lohnt.

Öffne mich

Das Spielprinzip ist schnell erklärt: Vor euch befindet sich eine Box, die ihr öffnen müsst, um den darin versteckten Schatz zu bekommen. Dies gelingt euch, indem ihr die vorhanden Rätsel löst und/oder den Fallen geschickt ausweicht, die die begehrten Schalter vor euch verstecken. Die Vielfalt der Rätsel ist dabei sehr groß: Mal müsst ihr eine einfache Schnalle öffnen, mal sechs auf einmal. Oder ihr müsst eine Kamera ausschalten, da sie euch sonst verfolgt und ihr nicht an die Klappe heran kommt. Oder ihr müsst bei einem durchsichtigen Würfel den Henkel finden, welcher die Box öffnet. Oder, oder, oder. Die Kreativität der Entwickler schien hier keine Grenzen zu haben.

4D

Das Besondere ist jedoch die Verwendung von AR. Und damit ist nicht das Legen von Karten gemeint. Nein, denn hier werdet ihr praktisch gezwungen, aufzustehen und sich um den Würfel herum zu bewegen, um das Rätsel lösen zu können – So etwas gab es noch nicht und bringt eine komplett neue Dimension ein. Solltet ihr im Zug sitzen, habt ihr sehr gewiss die Aufmerksamkeit jeglicher Mitfahrer.

Leider schwankt der Schwierigkeitsgrad von Paket zu Paket sehr stark. Je nachdem löst ihr ein Rätsel mit einem simplen Tipp oder mit einer Reihe von komplizierten Kombinationen. Allgemein ist die Box recht schnell geöffnet; pro Paket braucht man daher weniger als 10 Minuten. Die relativ kurze Spielzeit möchte man mit weiteren Features kompensieren: Für jede geöffnete Box gibt es Punkte, mit denen ihr euch auf einer Rangliste platziert. Ebenso wurde ein lokaler Multiplayer mit sechs weiteren Boxen eingebaut, der einiges an Teamwork abverlangt. Ähnlich wie mit dem Schatz-Center könnt ihr eigene Boxen erstellen und diese an Freunde senden. Für das Lösen/Scheitern erhaltet ihr Punkte, mit denen ihr im Level aufsteigt und so neue Fallen und Schalter freischaltet.

Mit oder ohne?

Im technischen Bereich leistet sich OpenMe keinerlei Fehler. Die Box wird schnell dargestellt, Verzerrungen gibt es keine und optisch warten die Herausforderungen mit kleinen Effekten auf. Neben der Nutzung der klassischen AR-Karte kann das Spiel gänzlich ohne Karte gespielt werden – auch das ist eine absolute Neuheit. Voraussetzung dafür ist jedoch eine kontrastreiche Oberfläche, da sich das System auffällige Punkte abspeichert und so die Position des Würfels berechnet. So toll dieses Feature auch ist, leidet sie doch an einer unpräzisen Speicherung der Koordinaten. Bewegt man sich ein Stück, geht der Würfel ein Stück mit. Die Idee dahinter ist gut, die Technik allerdings noch nicht ganz ausgefeilt.Die Eingabe per Touchscreen erfolgt meistens ohne Probleme. Das System erkennt problemlos sechs Berührungen auf einmal und verarbeitet diese auch sofort. Allerdings gestaltet sich hier das Handling ein wenig problematisch, wenn man z.B. an drei unterschiedlichen Stellen seine Finger platziert hat und dann sich dann noch umschauen muss, um an die Vierte zu kommen.

Fazit: OpenMe ist ein spaßiger AR-Puzzler, der vor allem mit seinem Bedienkonzept, dem Erkunden sowie der Rätselvielfalt punktet. Technisch kann das Spiel bei Nutzung einer AR-Karte durchweg überzeugen. Auch ohne AR-Karte werden die Würfel angezeigt, hier fehlt allerdings noch ein wenig der Feinschliff. Auf der Gegenseite steht jedoch der extrem kurze Spielspaß, welcher sich in nur 12 vorhandenen Paketen äußert. Zwar gibt es noch einen lokalen Multiplayer, der ebenfalls sehr spaßig und herausfordernd ist, die Rangliste sowie die Herausforderungen. Doch auch diese Features können die Spielzeit nicht über die 2 Stunden heben. Mit einem Preis von 7,99 Euro für das Komplettpaket ist es daher sehr happig.

Nichtsdestotrotz sollte jeder Rätsel-Fan OpenMe genauer anschauen. Augmented Reality wird hier auf ein völlig neues Level gehoben, welches mich stark beeindruckt hat. Solche Spiele sind eine willkommene Abwechslung zu anderen Genre-Ablegern, obwohl man damit  sicherlich nicht im Zug oder im Auto spielen kann.

Lars Leidenschaftlicher Gamer, Ehemann und IT-Berater. Liebt seine PS Vita, seinen Hund und Wordpress. Seit 2011 Redakteur und seit 2013 Administrator und Webmaster von yourPSVita.

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