Test – Attack on Titan: Wings of Freedom

Test – Attack on Titan: Wings of Freedom

Test – Attack on Titan: Wings of Freedom

1
Positiv
80% - 86%

Unser erster Eindruck war

Unsere Bewertung

1Vorschau

Koei Tecmo und Omega Force sind eine feste Größe im Bereich der PS Vita Community. Das liegt mitunter an ihrer konstanten Unterstützung für die Konsole. So haben sich beide auch nicht nehmen lassen, ihr neustes Anime-Spiel auch auf unseren Handheld zu bringen. Attack on Titan: Wings of Freedom ist am 26.08.2016 erschienen. Der Anime zu Attack on Titan war bereits ein riesen Erfolg und erfreut sehr großer Beliebtheit. Wobei es auch einige Hasser gibt, die diesen Anime mehr Tod sehen wollen als der Hauptcharakter die Titanen. Ob Wings of Freedom euch zum Essen oder Jäger macht, erfahrt ihr in unserem Test.

Dem Schicksal die Zähne zeigen

In Wings of Freedom spielt ihr die erste Staffel von Attack on Titan nach. Das bedeutet ihr verfolgt die Geschichte von Eren Jäger (im Original „Eren Yeager“ und „Eren Jaeger“ im FUNanimation Sub) und dem Aufklärungstrupp, dem er sich anschließt. Die Welt ist in einer denkbar ungünstigen Situation, weil sie von Titanen überrannt ist. Diese etwas merkwürdigen Wesen sind riesige menschenähnliche Kreaturen, die Menschen töten und konsequent die letzte Bastion der Menschen angreifen. Die letzte Bastion besteht aus drei gigantischen Mauern, die das Gebiet der Menschen von der Außenwelt abtrennt. Ihr erlebt die Geschichte der ersten Staffel aus der Perspektive der verschiedensten Charaktere, was das Spiel recht interessant macht. Ihr müsst zwar in jedem Level Titanen pulverisieren, dafür gibt es aber verschiedene Typen und Größen. Die Missionen lassen sich in Auslösch- und Verteidigungsmissionen aufteilen. Erstere schicken euch weit durch das Gebiet, während ihr im zweiten Missionstyp eher auf die Situationen reagieren müsst. Bisher sind die Missionen spaßig und auch die von mir im Anime nervige Funktion der Eren ex Machina-Transformation – er kann sich in einen Titanen verwandeln – bringt nette Gameplayelemente ins Spiel. Ich bin gespannt, ob ich im weiteren Verlauf noch mehr unterschiedliche Missionstypen finde.

Alle wichtigen Charaktere

Das Spiel scheint alle wichtigen Charaktere dabei zu haben, zumindest habe ich alle bereits im Training und während der Schlacht gesehen. Welche davon spielbar sind, weiß ich allerdings zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Bisher habe ich die Charaktere: Eren, Mikasa, Armin und Levi spielen dürfen.

Jeder Charakter hat ein eigenes Level und eigene Besonderheiten. So ist Eren, wie im Anime/Manga, eine absolut miserable Führungskraft, während Armin ein so guter Anführer ist, dass er seinen Kameraden Befehle geben kann. Dafür ist Armin aber ein schwächerer Kämpfer und macht weniger Schaden, während Levi mit seinem Spezialangriff deutlich höheren Schaden austeilen kann. Bisher spielt sich jeder Charakter unterschiedlich und es lohnt sich auch diese Unterschiede zu nutzen. Während ihr mit Armin spielt, könnt ihr z.B. mehrere Titanen auf einmal erledigen, indem ihr einen ausschaltet und die anderen auf ein bis zwei andere Titanen, je nach Stärke, schickt. Das sehr interessante Konzept ist, dass eure Charaktere mit wachsender Erfahrung auch stärker werden und zwar nicht nur durch das bessere Equipment. Durch das Aufleveln lernen eure Charaktere Fähigkeiten, die ihre Spielweise weiter beeinflussen und sie von anderen Charakteren deutlicher unterscheidet. Solche Fähigkeiten sind z.B. längere Entscheidungsangriffe, ein Kettenangriff oder erhöhter Schaden, wenn man von oben angreift. Sollten die Charaktere weiter so differenzierte Rollen einnehmen, wird das Spiel auf alle Fälle nicht so schnell langweilig und es gäbe einiges zum Herumexperimentieren. Aber nun jagen wir Titanen!

Chop, Chop, Chop

Titanen sind faszinierende Wesen. Sie sind deutlich stärker als Menschen, aber haben eine gewaltige Schwachstelle. Trotz riesiger regenerativer Fähigkeiten sterben sie, wenn man den Nacken trifft. Doch die Dinger sind teilweise etwas größer, was einen Sprung ausschließt. Die Kämpfer sind aber mit spezieller Ausrüstung ausgestattet, die die Titanen verletzen kann und die notwendige Geschwindigkeit und Beweglichkeit zur Verfügung stellt. Die Schwerter sind biegsam und mehrfach gefaltet, was sie extrem stabil macht. Ihr werdet trotzdem die Klingen sehr häufig wechseln müssen. Die Haut der Titanen ist so hart, dass selbst solche speziell angefertigten Waffen schnell stumpf werden. Ähnlich problematisch ist das ODMG, welches euch einen Boost gibt und mit Haken ausgestattet ist. Dieses erlaubt es euch entweder Titanen oder feste Objekte als Ankerpunkt zu verwenden und euch dreidimensional zu bewegen. Damit könnt ihr dann auch den Nacken der Titanen erreichen und sie mit eurem Angriff verletzen. Das Steuern mit dem ODMG ist ziemlich schwierig. Gerade am Anfang ist es kompliziert an Höhe zu gewinnen oder die Titanen gut zu umkreisen. Schon nach ein paar Missionen wird der Umgang mit der lebenswichtigen Ausrüstung aber deutlich besser. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass mein Umgang damit noch etwas klobig ist. Das liegt aber nach meinen bisherigen Erkenntnissen mehr an mangelndem Training, was sich hoffentlich bis zum Ende meines Tests legt. Die Attacken sind im Gegensatz ziemlich einfach geregelt, ihr zieht euch mit den Haken an die Titanen ran und benutzt rechtzeitig eure Attacke und könnt Schaden austeilen. Trefft ihr den Nacken richtig und habt ausreichend gute Klingen, stirbt der Titan sogar sofort. Beim Anfliegen müsst ihr aber aufpassen, denn von vorne sind die meisten Angriffe nutzlos und die Titanen werden euch auskontern. Leider ist es nicht so angenehm von Titanen erwischt zu werden, denn diese fressen oder zerquetschen euch ziemlich schnell. Mit etwas Hilfe von Kameraden und schnellen Fingern, könnt ihr aber noch entkommen. Vermeidet es aber lieber gefangen zu werden, denn insbesondere beim wiederholten Male, wird die Sache sehr eng.

Naher Fokus

Grafisch und musikalisch ist Wings of Freedom sehr gelungen. Die Musik stört die Action nicht, drängt sich auch nicht in den Vordergrund, sondern komplettiert das Erlebnis. Da es eigentlich nie „friedliche“ Zeiten in den Schlachten gibt, passt die Action implizierende Musik immer. Auch grafisch ist Koei Teco ein guter Ausgleich zwischen Aussehen und Spielbarkeit gelungen. Bis auf zwei Situationen habe ich nie einen Slowdown erlebt, wobei ich da noch nicht mal sagen kann, ob es eine Zeitlupe des Spiels – davon gibt es ein paar – oder ein Framedrop war. Situationsbedingt tippe ich aber auf ersteres. Normalerweise lädt das Spiel schnell und die Titanen tauchen am Rand auf, statt direkt auf dem Bildschirm. Aber ich greife mal etwas vor auf Zeiten, in denen ich besser mit dem OMDG bin. Habt ihr eine gewisse Geschwindigkeit erreicht, die mit besserer Ausrüstung und Können schnell möglich sind, ploppen die Titanen doch immer mal wieder ein. Passend dazu werden diese hohen Geschwindigkeiten auch den Detailgrad reduzieren, was sich relativ schnell wieder legt und das Gebiet wird ohne Verzögerung beim Gameplay nachgeladen. Etwas merkwürdig ist die Stehanimation einiger Charakter im Lager, diese haben die Arme so angewinkelt, dass ich sie mehr für eine Kunstskulptur halte.

Zwischenfazit: Attack on Titan: Wings of Freedom ist ein leicht zugängliches Spiel, wobei der normale Schwierigkeitsgrad und das OMDG für eine interessante Lernkurve sorgen. Das Kampfsystem geht gut von der Hand und sollte auch einigermaßen schnell gelernt werden. Tut ihr das nicht, werdet ihr schnell Opfer eines Titanen. Das ständige Auffüllen der Ausrüstung ist nervig, was aber ein integraler Teil der Problematik und der „Schwäche“ der Menschen ist. Gerade die notwendige Vorsicht beim Verbrauch der Ressourcen zwingt überhaupt zum Nachdenken. Grafisch sieht Wings of Freedom gut aus. Die Welt hat keine tausenden Details, ist aber gut gestaltet und es läuft flüssig. Die kleinen grafischen Fehler des Spiels, angefangen vom Einploppen der Titanen und endend bei den steifen Stehanimationen im Lager sind nur Kleinigkeiten, die den Spielspaß nicht wirklich vermindern. Bis zum Ende der ersten Staffel verabschiede ich mich mit einem positiven Zwischenfazit.

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