Test – Space Overlords

Test – Space Overlords

Test – Space Overlords

3
Negativ
24% - 29%

Unser erster Eindruck war

Unsere Bewertung

1Vorschau

Das Teilen und erleben von Welten hat LittleBigPlanet bereits recht gut perfektioniert, aber es ist ein relativ friedliches Spiel. Wem hier die Zerstörung fehlt, für den könnte Space Overlords interessant sein. Das Motto ist hier: Teile und Vernichte. Excalibur Games hat ihr Spiel bereits am sechsten Dezember veröffentlicht. Ob euch Space Overlords die Herrschaft über den Weltraum verschafft, erfahrt ihr in unserer Vorschau.

Planetenzerstörer im Einsatz

Space Overlords schickt euch als einer von vier verschiedenen Overlords auf planetare Zerstörungsjagd. Mangels Kenntnis vom Zustand des aktuellen Universums und eurer Overlord-Kollegen – ihr wählt einen von ihnen als Avatar aus – könnt ihr nur von Planet zu Planet vorarbeiten. Die dortigen Einwohner reagieren überraschenderweise sehr feindselig auf überdimensionale, allesvernichtende Kreaturen aus dem Weltraum und schicken euch ihre gesamte Streitmacht entgegen. Die Geschichte ist bisher recht merkwürdig und wird in recht einfachen Zwischensequenzen anhand von Text und Charaktermodellen erzählt.

Die vier Overlords sind recht interessant gestaltet und besitzen unterschiedliche Fokusse. Ich habe noch nicht alle vier ausprobiert, aber ihre unterschiedlichen Ausprägungen versprechen Abwechslung beim Kampf. Im Moment habe ich mich auf den Eis-Overlord Terbang spezialisiert, werde mich aber im Test zu allen vier genauer äußern.

Planetare Zerstörung

Das primäre Ziel in den Missionen ist das Zerstören bestimmter Strukturen auf dem Planeten. Das sind zumeist Häuser und militärische Einrichtungen. Als Gegner treten euch kleinere Bataillone an Panzer und Fliegern aus den Gebäuden und Geschütztürme und riesige sich bewegende Energieschilde auf dem Planeten entgegen. Die normalen Einheiten werden mit einem eurer normalen oder speziellen Angriffe einfach aus dem Weg geräumt oder ihr zielt gut und fahrt/fliegt über sie drüber. Es gibt mehrere Faktoren, die euer Massaker reduzieren und euch das Leben erschweren. Die offensichtlichsten Faktoren sind die Zeit für die Mission und eure eigenen HP. Ist der Vorrat an nicht-regenerierender Energie erschöpft, heißt es Game Over. HP verliert ihr durch gegnerische Angriffe, Kanonenfeuer und Umweltschäden wie z.B. Lava. Die Türme sind dabei eines der schwierigsten gegnerischen Elemente, denn sie halten mehrere Treffer aus, egal ob ihr euren „normalen“ Angriff oder den Spezialangriff einsetzt. Spezialangriffe kosten euch etwas Power, welche ihr nur durch Zerstörung von Gebäuden und Gegnern wiederbekommt. Außerdem können die großen Türme, genau wie die Schilde, gewaltigen Schaden anrichten, wenn ihr ihnen lang genug ausgesetzt seid. Das letzte Hindernis ist die Karte, denn die verschiedenen Gelände sind nicht immer erklimmbar.

Das Spiel wirft euch auch ein besonderes Gameplayelement zu: Buffs. Diese könnt ihr gegen Punkte, die es fürs zerstören von Gebäuden und Gegnern gibt, aktivieren. Es kann zwar nur einer der vier Buffs gleichzeitig aktiv sein, aber diese sind sehr effektiv und machen sich deutlich bemerkbar. Das gilt insbesondere für das Speed- und das Angriffsupgrade, welche euch beide helfen Gegner zu terminieren. Gerade bei Leveln, in denen die Gebäude von pinken Energieschilden geschützt sind, die nicht nur wie eine zweite Haut über diesen liegen, sondern auch nur durch euren Sprint oder dem Speedbuff zerstört werden können. Das gibt dem Spiel ein strategischeres Element.

Terminiert

Die Missionen des Spiels haben einen recht hohen Schwierigkeitsgrad. Das liegt an dem teilweise sehr knapp bemessenen Zeitfenster für die Aufgabe und den technischen Problemen des Spiels. Das gäbe dem Spiel einen gewissen Reiz, wenn dem nicht die technischen Limitierungen im Weg stehen würden. Leider bleibt euer Kämpfer gerne mal an sehr flachen Hügeln und Dünen hängen und geht einfach nicht darüber. Das führt zu ziemlichen Frust und auch die Steuerung hilft hierbei gut mit. Das Spiel steuert sich nicht so feinfühlig, wie es sich anfühlen müsste, um der Geschwindigkeit und den verschiedenen Elementen Paroli zu bieten. Die technischen Elemente des Spiels werde ich aber genau beleuchten. Ob sich an der Situation noch etwas ändert, erfahrt ihr dann im Test. Diese technischen Probleme nehmen dem Spiel viel Spaß und die meisten Level bestehen aus drei bis vier Versuchen, bis ich den richtigen Weg gefunden habe. Mangels Variabilität in den Aktionen und der Herangehensweise hat Space Overlords kaum Möglichkeiten die Level wirklich zu variieren, es sei denn die Farben der Gebäude ändern sich. Selbst das bringt aber nur geringfügig Tiefgang im Spiel.

Aufbausimulation

Ihr könnt euch in Space Overlords eigene Planeten und Galaxien bauen, aber das ist ein etwas komplizierterer Vorgang, als ich anfangs vermutete. Deswegen werde ich tiefer ins Detail gehen, wenn ich mich genauer damit auseinandergesetzt habe. Für sich genommen ist die Idee einen solchen Leveleditor einzubauen sehr gut und er funktioniert bisher problemlos. Mit etwas Übung kann man recht einfach sein eigenes Level erstellen, wobei es recht viel Arbeit bedarf ein eigens Universum zu kreieren. Dank des einfachen Unterstützungstools sollte das aber gut von der Hand gehen. Ich habe ein etwas ungutes Gefühl beim Teilen und Spielen von anderen Leveln, weil die Missionen schon technische Schwierigkeiten liefern.

Unschön

Space Overlords hat mehrere unterschiedliche Elemente in Sachen Grafik. Diese möchte ich alle drei einzeln betrachten, weil jedes Element Vor- und Nachteile hat. Der erste Punkt sind die Planeten. Die Planeten sind alle runde Sphären, die mit Bergen, Meeren, Städten und manchmal riesigen Laserschildern ausgestattet sind. Die Berge, Erde und Meere haben alle unterschiedliche Farbspektren, die z.B. Lava, Wasser oder Sumpf verdeutlichen sollen. Die Darstellung ist sehr einfach und hat nur wenig differenzierende Elemente. Insgesamt sind die Planeten ganz gut dargestellt, wobei es zweifelsfrei an Tiefe und Liebe zum Detail fehlt. Die Einheiten und Gebäude des Spiels sind aber einfach zu matschig, um ein schönes Design erkennen zu lassen. Auch die Farben, die die Zerstörbarkeit verdeutlichen, machen das Problem nicht besser, sondern eher noch problematischer. Etwas anders ist das bei den riesigen alienhaftigen Kämpfern, die ihr steuert. Auch wenn diese im schnellen Spiel nur wenig zu sehen sind, gefällt mir deren Design sehr gut. Die Maschinen-Menschen-Wesen sind passend zueinander ausgestattet, was das Gefühl der Alientechnologie, die im Storymodus angedeutet wird, noch versärkt. Die Musik von Space Overlords ist nicht besonders auffällig, aber passt sehr gut zum Spiel und hilft mit seiner Geschwindigkeit und dem Beat dabei die harten Missionen zu absolvieren.

Zwischenfazit: Space Overlords schafft es bisher nicht wirklich mich vom Hocker zu reißen. Dem Kampfsystem fehlt es an Tiefe oder Spaßfaktor, um mich durch die teilweise schweren und technisch eher schlechten Missionen zu ziehen. Das macht das Spielen bisher eher zur Pflichtaufgabe. Vielleicht vermag es Space Overlords den Eindruck aber noch zu zerstreuen. Zum Basteln der eigenen Level habe ich noch zu wenig Zeit in diesen Modus investiert. Die vielen Variablen, mit denen ich meinen Planeten ausstatten kann, macht eine Einschätzung, ohne dass ich ein oder zwei Galaxien selbst gebaut habe, schwierig. Doch die Optionen wirken auf den ersten Blick gut. Etwas schwierig ist die oben genauer auseinander genommene Grafik des Spiels. Im Großen und Ganzen mangelt es Space Overlords an Feinschliff – Trotzdem mag ich die Designs der Kämpfer. Ich verbleibe daher bei einem negativen Ausblick. Entscheidend für die Bewertung wird die mögliche Kreativität der eigenen Planeten, die Austauschbarkeit Online und die Varianz in den verschiedenen Kämpfern sein.

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