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Test – Slain! Back from Hell

Test – Slain! Back from Hell

2
Negativ
79% - 83%

Unser erster Eindruck war

Unsere Bewertung

Vorschau

Metal for Life ist das Motto bei Slain!: Back from Hell von Wolfbrew Games: Bärtige Männer, Totenköpfe und natürlich rockige Musik! Seit dem 29. November steht der Action Plattformer nun für 14.99 Euro inklusive Cross Buy im Store. Wir haben uns auf dieses Festival begeben und sagen euch, wie Hardcore das Spiel wirklich ist.

Bartody der Schlächter

Begrüßt werde ich nach dem knapp 340MB schweren Download mit dem Metallsoundtrack und -Effekten bei der Auswahl im Hauptmenü. Wohl als kleine Ankündigung dessen, was mich erwarten wird. Als Metallfan gefällt mir dieser Einstieg sehr. In Slain schlüpft ihr dann in die Hauptrolle Bartody, der von den Toten wiederbelebt wird, um nochmals als Schlächter die Welt vom Bösen zu befreien. Widerspenstig macht sich euer Charakter dann auf.

Was sofort auffällt ist die Pixel-Grafik, die gröber gehalten ist als bei anderen Spielen: Viel Rot und dunkle Farben decken den Bildschirm eurer PS Vita und machen es am Anfang etwas schwer, sich zu orientieren. In einem kleinen Tutorial werdet ihr dann den Möglichkeiten eures Kämpfers vorgestellt. Die mittig im Bildschirm platzierte Schrift liest sich aufgrund der groben „Körnung“ schwer, was sich auch auf Gebietswechsel bemerkbar macht, wenn auf den Ladeschirm mehr Hintergründe zum Spiel gegeben werden. Die Geschichte ist bislang kein Nobelpreisträger, weiß aber mit dem Umstand umzugehen und wird in den Dialogen mit Geistern und Dämonen heroisch-ironisch dargestellt. Ich lasse mich überraschen wie weit dieser Ansatz noch verfolgt wird und in das gesamte Spiel passt.

Dark Souls der Plattformer?

Die Steuerung eures Kriegers ist leicht erklärt: Laufen, Springen, Schwerthieb, Blocken, Zurückweichen und Magieangriffe. Überraschend kam da eher der erste Tod, der mich aufgrund einer Falle gleich im Anschluss des kleinen Tutorials ereilte. Die aufpoppende Trophäe dafür will mich wohl vor dem Schwierigkeitsgrad warnen; Dass ich dann auch noch eine dafür bekomme die erste Falle übersprungen zu haben, ist schon fast höhnisch. Für mich ist es eine gesunde Portion Humor, die schnell geschluckt wird, vor den kommenden Gegnern. Alles, was größer ist als die Skelette, wird euch angreifen und töten solltet ihr nicht ihre Muster und die dazugehörige Gegenmaßnahmen kennen. Nicht mehr als drei/vier Schläge hält der bärtige Protagonist aus bevor er an der letzten passierten Laterne wiederbelebt wird. Und die sind mehr als genug häufig und fair gesetzt. Eigentlich, denn schon nach einer halben Stunde hänge ich an einem kleineren Boss hängen, sterbe und muss den Weg zum Boss inklusive Fallen und Monster erneut bewältigen; Slain wird definitiv kein einfaches Spiel werden.

Es zeigt sich aber auch früh, dass es ein wenig an Abwechslung fehlt. Besondere Fähigkeiten hat Bartody anscheinend nicht und das ständige Abwehr-Angriff-Schema wird schon in der Vorschau eintönig. Wirklich strategisch agieren musste ich nur an einem Boss, den ich allerdings mit button mashing – und Glück – gleich beim ersten Mal niederringen konnte. Die Belohnung: headbanging an seiner Leiche mit klassischer Pyrotechnik. Metall for Gaming, oder?

Zwischenfazit: Was ich im Spiel erwarten darf , zeigt mir Slain: Back from Hell gleich in der ersten Stunde: schwierige Kämpfe und zwar in jedem Abschnitt. Die Entwickler sind jedoch fair und bauen die Checkpoints sinnvoll ein. Ob ich weiter Spaß daran finden werde, hängt größtenteils davon ab, inwieweit die Spielmechanik sich ändern wird. Denn bislang gibt es keinen Ausblick auf etwas anderes, und ständig im gleichen Stil durch die höllisch-dämonische Welt zu kämpfen wird langweilig. Daher gibt es für diesen Moment ein negatives Zwischenfazit.

Test

Nach gut fünf Stunden ist die finale Schlacht geschlagen und die Welt von Slain erneut gerettet. Zu meiner Überraschung verliefen die weiteren Spielszenen sehr unterhaltsam, was das negative Zwischenfazit aus der Vorschau deutlich nach oben korrigiert. Im Test möchte ich euch nun sagen, was es ist.

Weiterhin keine Abwechslung

Zuerst jedoch die schlechte Nachricht: Die befürchtete, fehlende Abwechslung in der Spielmechanik hat sich leider bestätigt. Ein Feuer- und ein Eisschwert sowie die Verwandlung in einen Wolf sind in dieser Hinsicht definitiv zu wenig. Zumal letzteres nur in einem kurzen Abschnitt vorkommt. Zwar könnt ihr beliebig oft zwischen euren Schwertern wechseln, die Koppelung von Feuer mit Hexen und Eis mit Geistern geht aber nur im finalen Level auf – ansonsten eher in die Hose, denn eintönig bleibt es immer noch.

Dafür aber ein exzellentes Leveldesign

Das große „Aber“: Meine Stimmung wurde kurz nach meiner ersten Session gekippt, als ich etwas vertrauter mit den Aktionsmöglichkeiten und etwas geduldiger mit mir und den gegnerischen Manövern wurde. Das Leveldesign in Slain: Back from Hell ist exzellent. Jeder Abschnitt scheint perfekt mit allen möglichen Szenarien durchgespielt und die Situation entsprechend angepasst zu sein. Ein Beispiel? Ein etwas stärkeres Monster setzt euch bei einem Treffer etwas nach hinten und zwar genau in die Fallengrube, die ihr zuvor erfolgreich übersprungen habt. Oder aber ihr besiegt eine Horde an Monstern zusammen mit einem – zugegebenen nervigen – Magier und stellt fest, dass noch weitere Gegner auftauchen. Ja, ich bin sehr oft gestorben und die gefühlt langen Ladezeiten sind auf Dauer nervig. Die Liebe zum Detail spürt man bei Slain jedoch sehr deutlich und ist genau der Funke, der bei mir übergesprungen ist. Etwas schade ist, dass nach Spielende keine weiteren Sachen freigeschalten wurde. Wer aber auf der Suche nach dem Kick ist, wird in der Trophäenliste fündig, wo schier unmögliche Aufgaben auf einen warten, z.B. nur mit einem Leben das Spiel durchspielen.

Einzigartig im Design

Apropos Liebe zum Detail: An dieser Stelle möchte ich nochmal die Grafik und den Soundtrack hervorheben. Auf der PS Vita gibt es bereits viele Spiele in Pixeloptik. Slain: Back from Hell reiht sich dabei jedoch ganz vorne ein. Etliche Kleinigkeiten sind zu sehen, viele Partikel schwirren in der Luft, zahlreiche Animationen und Effekte sind verbaut und sogar der Hintergrund wurde animiert. Trotz der auffällig starken Komprimierung sieht Slain einfach fabelhaft aus. Zusammen mit dem einzigartigen Metall-Soundtrack, der weiterhin sehr gut in das Spiel integriert wurde, wird eine tolle Atmosphäre aus Mittelalter und Fabel geschaffen.

Fazit

Auch wenn sich die Befürchtungen aus dem Zwischenfazit mit der fehlenden Abwechslung in der Spielmechanik bewahrheitet haben, so ist die Konsequenz daraus jedoch nicht eingetreten. Das exzellente Leveldesign ist zusammen mit der Grafik und dem Soundtrack die große Stärke von Slain: Back from Hell. Zugegeben, es wird aufgrund des hohen Schwierigkeitsgrades nicht jedermanns Sache sein, die gut gesetzten Checkpoints geben aber selbst Anfängern eine faire Chance sich durch das Spiel zu kämpfen.

Am Ende steht ein einzigartiges Action-Spiel, das vor allem für diejenigen interessant sein werden, die die Herausforderung nicht scheuen.

Lars Leidenschaftlicher Gamer, Ehemann und IT-Berater. Liebt seine PS Vita, seinen Hund und Wordpress. Seit 2011 Redakteur und seit 2013 Administrator und Webmaster von yourPSVita.

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