Test – √letter

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2
Positiv
60% - 65%

Unser erster Eindruck war

Unsere Bewertung

1Vorschau

Das Visual Novel-Adventure Root Letter erschien hierzulande am 28. Oktober 2016 für die PS Vita. Damit legte Kadokawa Games den Grundstein einer geplanten Adventure-Mystery Reihe aus dem eigenen Hause. Ob die Geschichte rund um die Suche nach Aya Fumino, angesiedelt in der Shimane Präfektur, wirklich überzeugt, erfährt ihr nicht durch die Suche nach einem Brieffreund, sondern hier bei uns.

„Ich habe jemanden ermordet“

Die Geschichte beginnt, als unser Protagonist – dessen Namen ich bei Takayuki belassen habe – in seinem Haus Ordnung schafft und dabei auf Briefe seiner ehemaligen Brieffreundin Aya Fumino stößt. Er erinnert sich zurück und meint keine Antwort auf seinen letzten Brief vor 15 Jahren erhalten zu haben und war sichtlich überrascht, als er einen ungeöffneten und unfrankierten Brief zusammen mit den anderen findet. Natürlich werden wir daraufhin neugierig und lesen den Brief. „Ich habe jemanden umgebracht. Ich muss für meine Sünden büßen. Ich werde dir nicht mehr schreiben. Lebe wohl.“, das sind vielleicht nicht die Worte, die man 15 Jahre zu spät lesen möchte und genau deswegen machen wir uns auf die Suche nach Aya. Was ich bisher herausfinden konnte und was ich weiterhin herausfinden werde, behalte ich mir für den weiteren Test vor, aber ich werde schon so viel sagen, dass ich wirklich gespannt bin wie die Geschichte sich entwickelt. Die gesammelten Informationen in den ersten beiden Kapiteln sind für mich teilweise sehr verwirrend, um nicht zu sagen substanzlos, wodurch bei mir das Gefühl entsteht, dass ich jedem Krümel sofort nachjagen muss und sich meine Ideen und Theorien kaum entfalten können. Vielleicht ist es die Art und Weise wie mir das Spiel vermitteln will, dass der Protagonist unbedingt herausfinden möchte was damals passiert ist, niemand wirklich weiß wer Aya war, oder ob sie überhaupt gelebt hat und diese Hoffnungslosigkeit sich darin manifestiert – Aber das ist nur meine Interpretation. Auf jeden Fall wirkt das Spiel dadurch in den ersten beiden Kapiteln hektisch, was es mir etwas schwer macht, mich darauf einzulassen.

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Zwischen den Zeilen

In Root Letter gibt es natürlich sehr viele Visual Novel Elemente, die dafür sorgen, dass die Geschichte erzählt wird. Wobei ich, abgesehen von Dialogen und sogenannten „Question Parts“, in denen ich angetroffenen Personen Fragen zu Aya stellen kann, sehr angetan von den „Letter Parts“ bin. Diese Stellen erlauben es mir die bisherigen Briefe von Aya zu lesen, ihre Persönlichkeit kennenzulernen und mir ein eigenes Bild von ihr zu machen, auch wenn sich in den ersten Kapiteln bisher keine meiner Fragen zu ihrer Existenz beantwortet haben. Zusätzlich stellt sie mir Fragen, auf die ich ihr,aus mehreren Auswahlmöglichkeiten antworten kann. Meine Vermutung ist, dass sich in diesen Abschnitten entscheidet wie die Geschichte endet bzw. sich vielleicht auch in eine andere Richtung verändert. Andere Visual Novel Elemente wie die Monologe des Protagonisten oder die Interaktion mit den anderen Charakteren sind so differenziert, dass man die durch Aya beschriebenen Charakterzüge nicht nur an Äußerlichkeiten erkennt, trotzdem habe ich das Gefühl, dass in diese Richtung noch mehr möglich wäre – Als Germanistikstudentin fällt mir das aber natürlich vermehrt auf. Den Sarkasmus des Protagonisten finde ich in den jeweiligen Situationen übrigens absolut erheiternd und war mir direkt sympathisch.

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Matsue so schön wie noch nie zuvor

Als ich das Spiel gestartet habe und der Startbildschirm erschien, fiel mir sofort der unglaublich schöne Klang auf. Ich persönlich lege auch viel Wert auf die Musik eines Spiels und gerade bei einem Visual Novel, dessen Fokus auf dem Lesen liegt, lenkt mich Musik meistens ab. Root Letter schafft es aber eine Geräuschkulisse zu erzeugen, die mit harmonischen Klängen dafür sorgt das Spiel und die Geschichte zu begleiten ohne direkt aufzufallen. Zusätzlich ist die grafische Gestaltung des Spiels schön anzusehen und lässt die verschiedenen Orte in Matsue lebendig wirken.

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Zwischenfazit: Die Geschichte um Aya Fumino und ihr letzter Brief werfen einige Fragen auf. Trotz der bemühten Suche nach Antworten, wird der Protagonist von Root Letter meistens nur noch weiter verwirrt und jagt einem Hinweis nach dem anderen nach. Leider wirkt das Ganze dadurch sehr hektisch und ich selbst habe kaum die Möglichkeit meine eigenen Ideen zu durchdenken oder gar zu entwickeln. Mehr Tiefgang und vor allem Substanz scheinen die alten Briefe von Aya zu haben, die ich in sogenannten „Letter Parts“ erneut lesen kann und die Interaktion des Protagonisten und seiner Brieffreundin von damals darstellen. Die verschiedenen Antwortmöglichkeiten auf ihre Fragen legen nahe, dass diese den Verlauf der Geschichte bestimmen. Besonders angetan bin ich aber von der musikalischen Begleitung während dem Lesen und der grafischen Gestaltung, die sehr schlicht gehalten wird, wodurch der Ort realistisch und lebendig wirkt. Root Letter erhält für die Vorschau eine etwas unsichere „Positiv“ Wertung von mir, aber ob ich wirklich überzeugt werde, lest ihr in meinem nächsten Brief… Ähm, ich meinte natürlich vollständigen Test.

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