Test – Operation Babel: New Tokyo Legacy

Test – Operation Babel: New Tokyo Legacy

Test – Operation Babel: New Tokyo Legacy

2
Positiv
79% - 84%

Unser erster Eindruck war

Unsere Bewertung

Vorschau

Dungeon Crawler haben mittlerweile eine beeindruckende Präsenz auf der PS Vita erreicht. NISA führt diesen Trend fort. Die New Tokyo Legacy-Reihe wird am 19. Mai mit Operation Babel fortgesetzt. Ob der Nachfolger das Erbe des ersten Teils antreten kann, erfahrt ihr in unserer Vorschau.

Alte Charaktere und neue Gefahren

Willkommen zurück mit dem Xth Squad. Nach Operation Abyss ist die Geschichte rund um die übernatürlichen Schüler noch lange nicht beendet. Der zweite Teil der Serie wirft euch erneut nach Tokyo. Der Xth Squad wird erneut komplett neu aufgestellt und ihr übernehmt die Kontrolle über die neuen Rekruten, während die alten Kämpfer sich mit der UNO zusammengetan haben und Embryo angreifen. Das mysteriöse Objekt im Himmel scheint allerhand neue Probleme und neue Dungeons mit sich. Es ist angenehm die alten Charaktere wiederzusehen und viele von ihnen als Mitglieder des Xth Squads kennenzulernen. Die Geschichte ist undurchsichtig wie eh und je. Das ist zu diesem Zeitpunkt nicht schlecht, aber ich hoffe auf ein paar Antworten wenn ich weiter vorangekommen bin.

Bisher recht identisch sind die Gegner des Spiels. Ich bin mir noch nicht sicher ob das nun gut oder schlecht ist. Einerseits kenne ich damit einige der Gegner und ihre Schwächen, aber andererseits könnte es damit auf Dauer langweilig werden. Was es wird, kann ich noch nicht sagen. Auf alle Fälle sind die Wanted Variants, Bosse die bei hoher Gefahrenstufe in Dungeons auftauchen, wunderbar gelungen und grenzen sich auch zu den Bossen der Dungeons ab.

Die Macht des Blutes

Wer den ersten Teil auf der PS Vita bereits gespielt hat, der sollte Blood Code noch kennen. Eure Charaktere haben alle Zugang zu den Fähigkeiten bestimmter legendärer Figuren. Die verfügbaren Blood Codes bestimmen sich übrigens an euerm Alignment – D&D lässt grüßen. Je nachdem welchen Code ihr wählt, bekommt ihr weitere Statuspunkte und  Fähigkeiten verliehen. Diese Fähigkeiten rangieren von offensiver Magie, Heilzaubern bis hinzu passiven Boni und Skills, die eure Kämpfer stärkt. Das Verwenden von Blood Codes fand ich schon im ersten Teil interessant, auch wenn es etwas eintönig war, weil ihr wenig Einfluss auf eure Charaktere habt. NISA scheint das Problem gehört zu haben und 5pb hat das Problem super behoben. Von Anfang an könnt ihr eure Charaktere mit zwei Blood Codes ausstatten. Das macht sehr viel Spaß und der Nachteil von verringerten EXP, weil ihr sie auf beide Codes verteilen müsst, ist es definitiv wert. Ich habe natürlich alle meine Charaktere mit doppelten Codes ausgerüstet, um die weiteren Fähigkeiten und Statboosts nutzen zu können.

Zum Dungeon Crawling kann ich mich noch nicht sonderlich viel äußern, weil ich nur durch drei Dungeons gekämpft habe und eine davon eine Tutorial-Dungeon war. Deswegen werde ich diese Lücke im Test schließen.

Bessere Charaktere

Die audiovisuelle Präsentation ist ziemlich identisch zum ersten Teil. Das gefällt mir persönlich recht gut, weil sie im Vergleich zu den anderen Crawlern eigen ist. Im Vergleich zum Vorgänger hat das Spiel aber einen gewaltigen Vorteil: Ihr habt etwas mehr von euren Charakteren. Unter anderem seht ihr sie, wenn sie im Kampf am Zug sind, als Einblendung neben ihren Aktionen. Das gibt allen Charakteren ein persönlicheres Gefühl, als nur auf das Bild beim Manövrieren der Dungeons reduziert zu sein. Passend dazu wird nun das Equipment auch dargestellt, aber mit einem interessanten Twist. Statt dauerhaft angezeigt zu werden, könnt ihr das Equipment nur durch Code Rise sehen. Das ist die Fähigkeit, die eure Charaktere nutzen, um ihre Kräfte zu verwenden. Anders gesagt seht ihr außerhalb der Dungeons normal aus und tragt innerhalb der Dungeon euer Equipment.

Zwischenfazit: Trotz einiger Fragen, die noch bezüglich der Langzeitmotivation von Operation Babel habe, verspricht der zweite Teil der Crawler-Reihe wieder ein gutes Erlebnis. Etwas besorgt mich die Wiederholung der Gegner und vieler Charaktere, die auf Dauer langweilig werden könnten. Doch die Verbesserungen des Spiels mildern das im Moment noch deutlich ab. Gerade das Blood System ist deutlich offener gestaltet als im ersten Teil. Hier könnt ihr euch nach Herzenslust austoben und Charaktere nach euren Vorstellungen erstellen. Es gefällt mir so auch deutlich besser, als noch in Operation Abyss. Auch die grafische Aufwertung der Charakterbilder gibt eurem Team etwas mehr Leben und Persönlichkeit. Am Ende wird aber viel davon abhängen, ob es Operation Babel schafft, sich auch vom Vorgänger abzugrenzen. So lange hinterlasse ich euch ein positives Zwischenfazit.

Test

Ich muss zugestehen, dass ich den Aufwand des doppelten Levelns deutlich unterschätzt habe. Aber der erste richtige Boss hat mir schnell die Leviten gelesen. Das doppelte Blood-System ist mit viel Grinding verbunden, erlaubt es euch aber deutlich stärkere Charaktere zu entwickeln. Nachdem ich mich dieser Hürde erfolgreich gestellt hatte, konnte ich die Geschichte in Operation Babel angehen. Der Xth Squad rückt zum Finale des Tests aus.

Deutlich andere Welt

In der Vorschau hatte ich meiner Befürchtung Ausdruck verliehen, dass Operation Babel zu nahe am Vorgänger sein könnte. Das ist trotz der ähnlichen Szenerie und bekannten Charaktere definitiv nicht der Fall. Ich kann leider nicht in Details gehen, woran das liegt, aber die Geschichte und das Setting von Operation Babel entwickeln sich in eine ganz andere Richtung. Das Thema „Babel“ spielt übrigens eine wichtige Rolle in der ganzen Geschichte. Gut für all die Mythenkenner, die jetzt schon eine grobe Ahnung haben, wie Babel in die Geschichte passt.

Gefährlicher

Ein weiterer Punkt, welcher mir vor dem Test Sorgen bereitet hat, war das Auftreten der Gegner. Gleich zur Entwicklung der Geschichte, haben diese sich schnell vom ersten Teil abgrenzen können. Viele der einfachen generischen Monster bleiben aus dem ersten Teil erhalten, aber die vielen neuen Gebiete bringen neue Gegner mit sich. Leider werde ich aus Spoilergründen keinen noch so kleinen Einblick in die Welt geben. Das Setting ist insgesamt etwas futuristischer als noch im ersten Teil und bringt dementsprechend auch futuristischere Gegner mit sich.

Interessant sind die Bosse und Variants gestaltet. Diese sind deutlich spezialisierter, als die Gegner aus Operation Abyss. Das macht sie um einiges anfälliger für ausgeglichene Gruppen, aber sie können euch sehr schnell besiegen. Zum Beispiel verwendet einer der Variants, dem ihr früh im Spiel begegnen werdet, sehr starke physische Angriffe, die eure weniger beschützten Einheiten mit einem Schlag umboxen kann. Dafür ist er ziemlich langsam. Mit der wiederkehrenden Unity-Gauge habe ich mir direkt den Spaß gemacht, seine Geschwindigkeit weiter zu reduzieren und fünf Runden Schaden rauszuhauen, bevor er überhaupt angreifen durfte.

Mehr Macht dem Blut

Das Blood-System hatte ich bereits in der Vorschau lobend erwähnt, aber nach meiner Spielzeit musste ich doch noch einmal Stellung zum System beziehen. Ich bleibe dabei bei meinem Gesamteindruck, habe aber die Möglichkeit genutzt und alle Blood Codes etwas genauer beleuchtet. Wie auch im Vorgänger bestraft euch Operation Babel nicht für unoptimierte Entscheidungen. Im Gegenteil habe ich eher das Gefühl, ihr habt bessere Chancen, wenn ihr merkwürdige Kombinationen versucht. Mein Samurai/Ninja und Krieger/Priester haben sich als extrem nützlich und gefährlich erwiesen. Insbesondere der Samurai metzelt sich stellenweise durch Trashmobs durch und führt zu unangenehmen Begegnungen mit starken Variants, weil das Gefahrenlevel des Gebiets ansteigt. Währenddessen hat Kusengai, mein treuer Magier, mit seinem Subblood anfänglich keinen guten Griff gemacht. Die Option Gegner unter Vertrag zu nehmen wirkt sehr gut, aber ist zu Beginn des Spiels recht schwach. Gerade als ich langsam die Hoffnung mit ihm aufgeben wollte, habe ich die Spielweise des Contractors verstanden und die entscheidende Fähigkeit freigeschalten. Ich kann euch tatsächlich nur empfehlen, einmal alle Blood Codes und ihre Fähigkeiten anzuschauen und euch die Kombinationen überlegen, die euch am meisten interessiert. Der Versuch ist es definitiv wert.

Fazit

Operation Babel hat es schlussendlich geschafft sich von seinem Vorgänger abzugrenzen. Das gelang nicht nur storytechnisch mit einigen guten Wendungen und Konzepten, sondern auch mit abwechslungsreicheren Gegnern und besseren Dungeons. Essentiell hat sich nicht viel verändert, aber alle Veränderungen geben Operation Babel ein vollständigeres Gefühl, als es noch der erste Teil präsentieren konnte. Das bereits in der Vorschau gelobte Blood-System ist dabei ein zentraler Punkt, um das System interessanter und vielfältiger zu gestalten, ohne bereits Großteils mit dem Spiel fertig zu sein.

Ich kann euch Operation Babel sehr ans Herz legen. Es ist die bessere Version von Operation Abyss und dem Original in allen Belangen überlegen.

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Peter
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