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Test – Minutes

Test – Minutes

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13.12.2014 – Test

Red Phantom Games ist ein junges Entwicklerstudio, welches von nur einem Mann betreut wird: Richard Ogden. Minutes ist ihr/sein erstes Werk, welches sogleich für PS4 und PS Vita am 05. November für 7,49 Euro erschien. Wir haben die Zeit gestoppt und sagen euch, wie gut das Ergebnis war.

Arcade mal anders

Es dauert ein wenig, bis man verstanden hat, in welches Genre man Minutes einzuordnen hat. Schaut man sich die Gameplay-Videos an, geht es in diesem Spiel vor allem um eins: Geschicklichkeit. Und da wir nicht hüpfen und schießen sondern schlichtweg ausweichen, haben wir es mit einem Arcade-Spiel zu tun. Meine Erwartungen an ein Arcade-Spiel sind klar: Sie sollen ein schnell durchdringende Spielmechanik haben und für kurze Zeit diesen gewissen Suchtfaktor mitbringen. Schauen wir mal, wie es Minutes gelingt.

Hast du mal ne Minute?

In Minutes übernimmt ihr die Kontrolle eines Kreises, welches jedes der 60 vorhandenen Level innerhalb von 60 Sekunden überleben und dabei möglichst viele Punkte sammeln muss. Dies geschieht, in dem ihr den schwarzen Strichen ausweicht und die Grünen berührt. Jedes Level wird dann anhand drei Kriterien bewertet: Anzahl der Punkte, keinen Schaden und ob alle grünen Linien gesammelt wurden. Klingt in der Theorie einfach, in der Praxis sieht das jedoch anders aus. Anfangs ist es überhaupt nicht möglich, die volle Punktezahl zu ergattern. Hierfür fehlen euch schlichtweg die Fähigkeiten, die erst nach und nach freigeschalten werden.

Geschicklichkeit ++

Einer dieser Fähigkeiten ist das kleiner bzw. größer machen eures Kreises. Je größer es ist, desto höher der Punktemultiplikator; je kleiner desto niedriger natürlich. Hinzu kommen Spezialattacken, die einmal während der 60 Sekunden eingesetzt werden können: Kein Schaden, Explosion, Zeit verlangsamen und ein weiteres, das ich nie benutzt habe. Mit diesen Fähigkeiten ausgestattet müsst ihr nun versuchen, ein perfektes Level zu schaffen, in dem ihr geschickt von A nach B und C reist und mit möglichst großem Punktemultiplikator euren Highscore in die Höhe treibt. Selbstverständlich habt ihr nicht unendlich Leben, sondern werdet beim Berühren von schwarzen Linien von Innen aus mit dieser Materie gefüllt. Solange bis ihr platzt und das Level damit vorzeitig beendet ist.

Super Meat Boy Arcade

Von Level zu Level werdet ihr dabei neuen Elementen vorgestellt, denen ihr ausweichen oder eben einsammeln müsst. Und von Level zu Level wird es immer schwieriger, sich zurecht zu finden: Größer, kleiner, normal, größer, bleiben, von A nach B huschen, kleiner machen. Es geht sogar soweit, dass man zuweil überfordert mit der Situation ist. Das liegt vor allem an einer Sache: Es gibt nur wenig Spielraum für den perfekten Run, da es vorgeschriebene Wege gibt, die man schnell analysieren und dann auch nehmen muss.

Unauffällig

Bei den ganzen Strichen und Kreisen ist es natürlich schwer, sich grafisch hervor zu heben, auch wenn ein Arcade-Titel es absolut nicht nötig hat. Dennoch präsentiert sich Minutes in einer angenehmen Optik, die mit wechselnden Farbstimmungen und Hintergrundbildern das Geschehen auflockert. Auch der Soundtrack verhält sich mit seinen leichtem Elektropop unauffällig. Neben dem Hauptspiel bietet Minutes Ranglisten sowie eine tägliche Herausforderung an, bei der ihr mit der Welt um die Wette spielen könnt.

Fazit: So eine Minute kann ganz schön lang werden. Vor allem in Minutes, welches euch in Sachen Geschicklichkeit alles abfordert. Das Gameplay ist einfach, die Level hingegen jedoch schwer zu meistern, was an dem stringenten Levelaufbau liegt. Der von mir erwartete Suchtfaktor war anfangs der Neugier geschuldet vorhanden, flachte zum Ende hin allerdings immer weiter ab. Frustmomente kommen aufgrund des sehr geschickt gewählten Zeitintervalls von 60 Sekunden kaum auf. Und wegen genau dieser Tatsache eignet es sich besonders gut für eine Runde zwischendurch. Für eine Minute Minutes hat man eigentlich immer Zeit.

Der Preis von 7,49  Euro ist für den Spielumfang und der Herausforderung angemessen. Die Empfehlung geht jedoch nicht unbedingt an die Spieler, die auf Arcade-Spaß aus sind, sondern vielmehr diejenigen, die ihr Geschick und Auffassungsgabe unter Beweis stellen wollen.

Lars Leidenschaftlicher Gamer, Ehemann und IT-Berater. Liebt seine PS Vita, seinen Hund und Wordpress. Seit 2011 Redakteur und seit 2013 Administrator und Webmaster von yourPSVita.

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Das Spiel macht einen sehr guten Eindruck. Mir gefällt das Konzept, aber mit Hinweis auf den Smartphone-Spiele-Markt wäre hier meiner Meinung nach ein Preis bis fünf Euro angemessen gewesen.