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ЯETRO Geschichten #1

ЯETRO Geschichten #1

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Guten Tag liebe Nutzerschaft.

Ich bin Alexander Müller. Habe diesen Blog und neun Jahre zuvor die Seite PSPSource erfolgreich geleitet. Lars und sein Team haben die Seite nun fortgeführt. Ich werde in den kommenden Monaten immer mal wieder Geschichten und Stories zum Besten geben, die sich rund um die alten Handhelds, Spiele und Retrokram drehen.

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Heute: Die PSP – Neue Freiheiten

Die Sony PSP hat polarisiert. Nach ihrer Ankündigung war klar: Das wird ein großes Ding. Der breite Farbbildschirm mit seiner riesigen Auflösung von 480×272 hat sich direkt ins Hirn gebrannt. Satte Farben und dann das Medium „UMD“. Wahnsinnige 1,8GB Speicherplatz für die wildesten Games.

Noch vor Europaveröffentlichung im Internet über Ebay (aus den USA) bestellt, hatte der Handheld etwas magisches An sich. Wie die Discs „ejected“ sind, wenn man den Knopf rüber schob, die Scheibe wie Zauberhand aus dem Gerät fuhr. Es war Fantastisch.

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Dazu die Vielfalt an Knöpfen, da kamen Erinnerungen an das Super Nintendo hoch, passend dazu noch einen Anlognub. Konnte es einen Himmel auf Erden geben? Scheinbar Ja.

Doch was war an dem Gerät das Schönste? Es war die Mischung aus Filmen und Bildern betrachten (Es gab schließlich viele Konvertierungstools) und Musik hören, sich an komplexen Spielen erfreuen. Unterwegs mit gedimmtem Display die Lieder per Headset weiterschalten, gnadenlos gut. Akkulaufzeiten von bis zu 10 Stunden waren ein Traum.

Auch die Spiele haben mit 5 Stunden Laufzeit und wechselbarem Akku für reichlich Action gesorgt, hatten aber den Nachtteil, dass sie für diese Art von Technik nicht sehr günstig waren. Aber es gab eine Auswahl von schier unendlichem Ausmaßen.

Die Integration von WLAN und dem PSN Store haben letztendlich aber auch dafür gesorgt, dass die PSP mit ihren Minis für noch mehr (Casual-)Spielspaß zu haben war.

Hatte man sich so etwas träumen lassen? 2005 sicherlich nicht. Es war ein Android-Handy ohne Telefonie der damaligen Zeit. Groß, schwer, kraftvoll. 333Mhz und 32MB Speicher haben ihren Teil dazu beigetragen, dass wir uns in den Handheld verliebt haben.

15 Jahre zuvor hat dies schon einmal ein Gerät geschafft. Der Game Boy. Er war modern, er war gut zu bedienen, die Spielekasetten war robust, die Games relativ komplex. Vier Farben, Vier Batterien, Linkmöglichkeit… Diese Kiste war überall dabei.

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Beide Handhelds haben uns die Zeit vertrieben. Autofahrten und Busreisen, mit der Bahn durch Deutschland, Wartezeiten waren plötzlich nichts mehr, was auf die Nerven ging. Heute steht man mit dem Handy an der Kasse und checkt Facebook und Whatsapp, früher spielte man am Strand eine Runde Tetris.

Mit der Sony PSP war nicht nur der Spielspaß mobiler geworden. PS2-Hits für die Hosentasche waren fortan kein Traum mehr. Musik, Filme und Co. unterwegs schauen kein Hindernis mehr. Schwere Notebooks konnten daheim verstauben.

Aber was war der Preis für die neue Freiheit der Handhelds? Der Nintendo DS konnte vielerlei der Dinge nicht, die eine PSP konnte. Ein Handy war zwar mobil, aber die Bildschirm und Speicher waren klein und generell waren die Gerät umständlich zu bedienen.

Die PSP hatte leider den Nachteil, dass die nie wirklich aktuell blieb. Die Zeit wandelte sich nur allzu schnell. Funktionen und Kompatibilität verlangten ein stetiges Updaten des Spielzeugs. Mitunter kamen auch neue Fehler hinzu, wurden Alte behoben und Dinge gestrichen.

Die Konkurrenz durch andere Handhelds hatte die PSP nie zu fürchten. Der Nintendo DS spielte schließlich nicht mal die selbe Liga, nicht mal im gleichen Stadion. Die Bühne für die PSP wurde dann letztendlich doch durch Handys schmaler. Sie kosteten ein Vielfaches, hatten Touchscreen und massenhaft Speicher und Power.

Gleichzeitig wurden die Geräte, welche zunächst so groß wie ein Knirps-Regenschirm waren, klein wie Zigarettenpäckchen, flach und breit, dann lang und leicht. Inzwischen hat man Telefone, die 10x Leistungstärker und nur noch 6mm dick sind. Knöpfe sucht man großteils vergebens. Mit Kamera an Board kann man inzwischen sehr gute Bilder herstellen, nachbearbeiten und freigeben.

Selbst die PSP lässt sich auf aktuellen Smartphones emulieren. Entsprechende ISO vorausgesetzt. Aber es ist doch immer wieder etwas anderes, wenn man auf einem flachen Tablet herumdrückt und keine physische Reaktion bekommt. Ohne Buttons und Analognub machen die Images leider nur halb so viel Spaß.

Ich habe meine PSP auch heute noch. PSP Slim & Lite in Silber mit Custom Firmware 5.00 M33 und haufenweise Emulatoren. Sie liegt in der Schublade und mitunter hole ich sie hervor. Mit dem Komponentenkabel am TV angeschlossen, machen die verschiedenen Spiele noch immer Laune. Die Bedienung ist sensationell gut. Man hat etwas in der Hand. Ein Gefühl, dass ich in der heutigen Zeit immer mehr vermisse.

Freut euch auf den nächsten Artikel: Speicher ohne Ende, Mangelware Speicherplatz

Euer Alex

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