Das Jahr in Spielen – 2016

Das Jahr in Spielen – 2016

Das Jahr in Spielen – 2016

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Das Jahr in Spielen – 2016

Jeder kann einen Jahresrückblick machen, warum wir also nicht auch? Statt euch mit den News des Jahres vollzupumpen, dafür könnt ihr die Monatsrückblicke lesen, gibt es etwas anderes. Jedes der 12 Spiele hat mit seinem Release den Monat geehrt und teilweise auch größere Aufmerksamkeit erregt. Neben den 12 Spielen, habe ich auch noch einige bemerkenswerte andere Titel mitgenannt. 2016 war definitiv nicht das Jahr, in dem die PS Vita zu Grabe getragen wird!

Januar: Trails of Cold Steel

Honourable Mention: Volume – Doch einen Schritt zu laut

Ihr glaubt nicht, dass ich euch eine Liste mit Spielen aus dem Jahr 2016 ohne Legend of Heroes gönne? Richtig! Trails of Cold Steel hat den Platz aber redlich verdient. Das Spiel bietet eine tolle Geschichte, die das eigentlich langweilige Schulleben einfach größtenteils überspringt und viele interessante Charaktere. Mischt noch ein paar Social Links und gute Angriffe ins Spiel und eine optimale Mischung entsteht.

Februar: Digimon Story Cyber Sleuth

Auch wenn wir den World-Ableger nicht auf unsere PS Vitas spendiert bekommen, hat Bandai Namco mit Cyber Sleuth viel richtig gemacht. Die Geschichte war lustig und hatte gute Elemente. Insbesondere die Charakterinteraktionen und die merkwürdige aber bewusst genutzte „leere“ des Protagonisten haben ihren eigenen Humor und Charme ins Spiel gebracht. Natürlich gab es auch viele Digimon zum Sammeln und Trainieren. Das hat definitiv nicht alle Digimon, die existieren abgedeckt, aber das Kontingent, welches zweimal mit kostenlosen Updates erweitert wurde, konnte sich sehen lassen. Selbst strategische Team-Kombinationen waren möglich oder der geneigte Nostalgiker konnte sich auf seine Lieblingsgeneration beschränken. Die älteren Fernsehstaffeln waren nämlich gut vertreten.

März: Day of the Tentacle Remastered

Honourable Mention: XCOM – Bei zwei Klassikern gewinnt der Ältere

Double Fine macht sich in letzter Zeit einen Namen mit Neuauflagen der Klassiker von Tim Schafer. Einer dieser Klassiker ist Day of the Tentacle, was Point and Click-Fans als einer der großen Spielreihen des Genres bekannt sein sollte. Mit viel Humor und Anspielungen auf den Vorgänger, der vollständig integriert ist, kann das Spiel den Test der Zeit mit neuem Anstrich zweifelsohne bestehen.

April: Severed

Honourable Mentions: Axiom Verge und Stranger of Sword City – Für alle was dabei

Den April hat sich Severed ganz klar verdient. Das Spiel der Guacamelee!-Macher war kreativ, bunt und hatte ein tolles Gameplay. Das Zerhacken der Gegner hat wunderbar funktioniert und die einzige Schwäche des Spiels war, dass es zu kurz für den Spielspaß war. Das Hack n‘ Slash-Element wurde sehr durch das Touch-Element gestärkt und konnte durch viele Upgrades, die im Charakterbildschirm deutlich zu sehen waren, gut erweitert werden. Die Gegner waren nie zu schwer oder zu leicht und wer mit Geschick durch das Spiel ging, wird auch eine Menge Geheimnisse gefunden haben.

Mai: Ray Gigant

Honourable Mention: Downwell – Kein Abwärtstrend

Da die Liste von eurem RPG-Liebhaber Thomas gemacht wird, könnt ihr drauf wetten, dass ich im Zweifelfall ein Rollenspiel vorziehe. Ray Gigant hat diesen Platz aber auch redlich verdient. Als einer der wenigen Dungeon Crawler, die eine sehr gute Geschichte darstellen, macht das Spiel sehr viel Spaß. Insbesondere lustig, wenn man den „finalen Angriff“ versaut, weil er nur ein Schaden pro Treffer macht und die tolle Musik abstraft.

Juni: Zero Time Dilemma

Honourable Mentions: Grand Kingdom und Steam World Heist – Alles aber kein Sommerloch

Juni wäre der perfekte Zeitpunkt für wenig Auswahl, aber gerade Aksys Games Zero Escape 3, hier bekannt als Zero Time Dilemma, konnten das Loch sehr gut füllen. Die Mischung aus Escape the Room und Visual Novel ist perfekt gelungen und erzählt die Geschichte von 999 und Virtue’s Last Reward befriedigend zu Ende. Dabei gibt es wie eh und je sehr viele verschiedenen Endings und Wege, die durch die moralisch schwierigen Entscheidungen und Rätsel alles andere als leicht erreichbar sind.

Juli: Gal*Gun Double Peace

Honourable Mention: 10 Second Ninja X – Einfach und merkwürdig

Der Juli brachte Gal*Gun mit sich. Railshooter sind eigentlich selten sehr spaßig, weil sie zu schnell monoton werden. Gal*Gun umgeht das Problem mit verschiedenen Endings, die ihr erreichen könnt und einer sehr seltsamen Darstellungsweise. Habt ihr euch erst einmal daran gewöhnt, dass das Spiel eine Menge Fanservice hat und ihr essentiell einen gewaltigen weiblichen Harem abwehren müsst, denn Liebe kann sehr schmerzhaft sein, schmeißt euch Gal*Gun direkt die absurden „Bosslevel“ an den Kopf. Das Spiel wäre noch besser, wenn die Ladezeiten nicht so lang wären und ihr die einzelnen Level aufgrund ihres Schwierigkeitsgrades häufig spielen müsst, um Perfektion zu erreichen.

August: God Eater 2: Rage Burst & God Eater Resurrection

Honourable Mention: Alone With You – Zwei gegen eins

Bei zwei Spielen in einem Paket und dann noch Monster Hunter-Varianten mit vielen Optionen und Waffen, kann ich nur schlecht nein sagen. Die Geschichten von beiden Spielen sind sehr gut gelungen, was für das Monster Hunter-Genre eher selten ist. Zumindest hat es der Hauptvertreter Monster Hunter nur selten bewiesen. Auch wenn das Gameplay für Neulinge etwas überladen wirkt, ist die Gestaltungsfreiheit bei den Waffen und Fähigkeiten genial ausgebaut. Dazu noch eine zusammenhängende Geschichte mit beiden Spielen und tolle Gegner. God Eater war einer der besten Hunter auf der PSP und beide Teile haben den Ruf auf der PS Vita behalten.

September: Valkyrie Drive Bhikkhuni

Honourable Mention: Criminal Girls 2 – Schief geschnitten

Die Ironie hinter beiden Veröffentlichungen ist die USK. Mit Valkyrie Drive haben wir ein wirklich gutes Hack and Slash-Spiel verpasst. Von denselben Machern wie Senran Kagura merkt man schnell Ähnlichkeiten und Unterschiede zum Ursprung. Die andere Fokussierung der Grafik und des Gameplays geben dem Spiel aber seinen eigenen Platz. Das viele Grinding und die variablen Charaktere bringen dabei eine Menge Spielzeit mit. Stellenweise wurde es nur mit dem Fanservice etwas bunt getrieben, was aber Geschmackssache bleibt.

Oktober: Dragon Quest Builders

Honourable Mentions: Yomawari Night Alone, World of Final Fantasy – Nicht auf Sand gebaut

Dragon Quest Builders ist eine wahre Überraschung für mich gewesen, weil ich wenig erwartet habe. Das Square Enix eine perfekte Mischung aus Rollenspiel, Minecraft und Terarria gelingt, kam unerwartet aber nicht ungewollt. Das Spiel lässt euch bauen, Monster zerschlagen, verschiedene Welten erkunden und dabei eine Menge Spaß haben. Solche Spiele wünscht man sich immer.

November: Cold Steel 2

Honourable Mention: Steins;Gate 0 – Versucht eine andere Timeline

Der November war ziemlich gemein mit dem zweiten Teil von Steins;Gate, den ich immer noch spielen muss und Cold Steel 2. Legend of Heroes macht hier aber das Rennen. Das Spiel hat, genau wie der Vorgänger, ein geniales Ambiente und zeigt die alten und neuen Charaktere von ihrer besten Seite. Außerdem passt der zeitnahe Release sehr gut zu den ähnlichen Systemen und der etwas aufgehübschten aber fundamental gleichen Grafik. Wer seinen alten Spielstand überträgt, kann sich auf angepasste Dialoge und Erinnerungen von Class VII und anderen Charakteren freuen. Das gibt Cold Steel 2 noch einen weiteren Charmebonus und macht das Gesamtkonzept von Cold Steel runder.

Dezember: Demetrios

Honourable Mention: Lara Croft Go – Überraschende Erkundung

Demetrios verdient sich seinen Platz nicht wegen mangelnder Konkurrenz, denn die PSX hat einige Spiele zu uns gebracht. Der Platz ist durch den zugegebenermaßen stellenweise wirklich grenzwertigen Humor und den ironischen Blick auf das Genre gesichert. Cowcat beweist einen guten Blick für Metakritik und den logischen Schwächen des Point and Click Adventures, sowie die Reaktion „normaler“ Menschen darauf. Dank der Einstellung über „Toilet Humor“ kann sich aber jeder für seinen Geschmack ausstatten. Ein kleiner Hinweis: Je weniger „Zensierung“ man dem Spiel gibt, umso unfreundlicher und unsympathisch ist der Hauptcharakter.

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Peter
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